Hannovers Kirchen öffnen zum siebten Mal zur "Langen Nacht"

Nachricht 18. September 2014

Hannover (epd). Zum siebten Mal öffnen Hannovers christliche Gemeinden an diesem Freitag ihre Türen zu einer "Langen Nacht der Kirchen". Unter dem Thema "Himmel über Hannover" bieten sie in 67 Kirchen Gospel und Orgel, Tango und Theater, Kino und Kabarett an. Die Besucher könnten von 18 Uhr bis Mitternacht von Angebot zu Angebot flanieren, sagte der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann: "Was in unseren Kirchen geschieht, ist bunt und vielfältig - das wollen wir an diesem Abend erlebbar machen." Bei der bislang letzten "Langen Nacht" vor zwei Jahren zählten die Veranstalter rund 35.000 Besucher.

Zu den prominentesten Gästen gehört die frühere hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, zurzeit Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sie wird im Haus kirchlicher Dienste über das Thema "Martin Luther und die Juden" sprechen und ist danach im Kirchenamt der EKD zu Gast. Landesbischof Ralf Meister und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) stellen sich in der Markuskirche auf dem "roten Sofa" den Fragen von Christof Vetter und Michael Eberstein vom Lutherischen Verlagshaus und der Evangelischen Zeitung - die Kirche wird zur "Medienkirche".

In der mittelalterlichen Kreuzkirche in der Altstadt sind Kurzfilme von Charlie Chaplin zu sehen, die von Axel LaDeur und Andreas Schmitz mit Orgel und Schlagzeug untermalt werden. In der "Kabarett-Kirche", der Matthäikirche, sind der Kabarettist Matthias Brodowy und die Theologin und Autorin Christina Brudereck zu hören. Die St. Thomaskirche hat eine "Dichterschlacht" angekündigt, bei der sich fünf "Live-Poeten" dem Urteil des Publikums stellen.

Stadtsuperintendent Heinemann eröffnet die "Lange Nacht" um 18 Uhr in der zentralen Marktkirche. Die Apostelkirche wird zur "Jazz-Kirche", in der "Gospelkirche" (Erlöserkirche) gastiert der Jazz-Musiker Lutz Krajenski, und in der Jakobikirche tritt der von Kirchentagen bekannte Liedermacher Gerhard Schöne auf. Neben evangelischen und katholischen Gemeinden beteiligen sich auch zwei orthodoxe Kirchen sowie Freikirchen wie die Adventgemeinde, die Neuapostolische Kirche und die Heilsarmee.

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