Vortrag Peter Hahne am 17. September in St. Michaelis Hildesheim

Nachricht 15. September 2013

Vortragsthema: "Holt Gott zurück in die Politik"

Hildesheim. Im zehnten Jahr ihres Bestehens lädt die Michalisstiftung am Dienstag, dem 17. September 2013, um 18 Uhr zu einer prominent besetzten Veranstaltung in die Hildesheimer UNESCO-Welterbekirche ein: Der bekannte TV-Moderator Peter Hahne referiert zum Thema "Etwas Festes braucht der Mensch. Welche Werte wichtig sind." Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

"Holt Gott zurück in die Politik." Dieser Aufruf des russischen Dissidenten Alexander Solschenizyn ist für Peter Hahne zum persönlichen Motto geworden. Dabei gehe es ihm nicht um einen Gottesstaat, so Hahne. Er trete für die Fundamentierung unserer Gesellschaft auf den Werten ein, die die jüdisch-christliche Tradition biete und die im Grundgesetz festgehalten sei: "Auf den Wanderdünen des Zeitgeistes kann man nicht existieren, nur allgemein verbindliche Werte halten eine Gesellschaft zusammen. Werte wollen aber nicht als Worte verstanden, sondern als Erfahrung erlebt werden. Wir brauchen Vorbilder, keine Vorschriften."

Für Peter Hahne sind die beiden Hildesheimer Welterbe-Kirchen und deren Erhaltung ein Symbol dafür, dass "die Kirche im Dorf bleiben muss und auf welchen Fundamenten unser Staat letztlich beruht." Man erhalte hier ja keine toten Steine um der Architekturgeschichte willen, es geht um eine lebendige Botschaft. "Die alte Botschaft für Leute von heute in der Sprache von heute, das muß Kirche wieder ganz neu lernen, um den Zug der Zeit nicht zu verpassen," sagt Peter Hahne, der von 1992 bis 2010 Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war, dem Leitungsgremium der evangelischen Kirche in Deutschland.

Landessuperintendent Eckhard Gorka, leitender Geistlicher im Sprengel Hildesheim-Göttingen, freut sich auf den Referenten: "Diese Veranstaltung im zehnten Jahr des Bestehens der Michaelisstiftung ist eine besondere. Mit Peter Hahne ist es gelungen, dafür eine der herausragenden Stimmen des Protestantismus zu gewinnen. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er so mithilft, dass Welterbe St. Michaelis auch für künftige Generationen zu erhalten."

Hildesheim, 10. September 2013

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen
Benjamin Simon-Hinkelmann, benjamin.simon-hinkelmann@posteo.de

Informationen zu St. Michaelis Hildesheim und zur Stiftung St. Michaelis

Seit 1985 ist St. Michaelis zu Hildesheim gemeinsam mit dem Hildesheimer Dom auf der Welterbeliste der UNESCO verzeichnet. Erbaut wurde die Kirche von 1010 bis 1022 unter Bischof Bernward von Hildesheim erbaut. Sie ist ein Schlüsselwerk der mittelalterlichen Kunst. St. Michaelis ist der einzige umfassend erhaltene Kirchenbau aus der ottonischen Zeit. Die Sanierungsarbeiten begannen im September 2005. Insgesamt wurden über 10 Millionen Euro aufgewendet. Im Jahr 2010 feierte die Kirche ihr tausendjähriges Jubiläum.

Geöffnet ist die Kirche zu folgenden Zeiten:
Winterzeit: Werktags von 9 bis 16 Uhr, Sonntags von 11.30 bis 16 Uhr, Dienstags ab 10 Uhr, Sommerzeit: Werktags von 8 bis 18 Uhr, Sonntags von 11:30 bis 18 Uhr, Dienstags ab 10 Uhr

Die Michaelisstiftung setzt sich dafür ein, die Kirche für die nächsten Generationen zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Auch nach ihrer Renovierung ist die Michaeliskirche zu ihrer Erhaltung langfristig auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Zu diesem Zweck und zur Förderung des Lebens in der Kirche durch Gottesdienste und Kirchenmusik wurde im Jahre 2003 eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Vorsitzender des Vorstandes ist Eckart von Klaeden, Staatsminister im Bundeskanzleramt, Vorsitzender des Kuratoriums Prof. Karl-Helge Hupka, Präsident des Oberlandesgerichts Braunschweig.

Kontakt Michaelisstiftung Hildesheim
Bernhard Isermeyer, Breienskamp 35
31141 Hildesheim, Telefon: 05121-2844500,
Michaelisstiftung@arcor.de