Altbischof Huber: Kirchliche Stiftungen müssen sichtbarer werden

Nachricht 06. September 2013

Hannover (epd). Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Professor Wolfgang Huber (71), hat die kirchlichen Stiftungen dazu aufgerufen, sich stärker in der Öffentlichkeit zu präsentieren. "Es darf gerne noch deutlicher erkennbar werden, dass es sich lohnt, im kirchlichen Bereich zu stiften", sagte er am Freitag in Hannover beim ersten Kongress kirchlicher Stiftungen.

In Deutschland bestehen nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen mehr als 30.000 Kirchenstiftungen aller Rechtsformen. Der Verband hatte zu dem Kongress in Hannover eingeladen. Er will dazu beitragen, das kirchliche Stiftungswesen auch über konfessionelle Grenzen hinweg zu fördern.

Huber warnte davor, Kirchen und kirchliche Stiftungen zu schroff von der säkularen Gesellschaft abzugrenzen. "Wir müssen den Menschen in unserer Kirche, an ihrem Rand und darüber hinaus zuhören, damit wir ihre Ängste und Sorgen kennen." Stiftungen seien eines der Wachstumsfelder in der Kirche. Sie stellten eine Verbindung zwischen verschiedenen Generationen her: "Dort können sich Menschen besonders intensiv als Glied einer Kette empfinden, die über die eigene Verantwortung in die Zukunft hinein weitergehen wird."

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte, viele Angebote in der Kirche würden erst möglich, weil sie durch Stiftungen unterstützt würden. Der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim nannte Stiftungen einen "Schatz für andere". Sie seien der Barmherzigkeit und Solidarität verpflichtet.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen