Niedersachsen sichert Islamischer Theologie in Osnabrück langfristige Förderung zu

Nachricht 05. August 2014

Osnabrück/Hannover (epd). Die niedersächsische Landesregierung wird das Institut für Islamische Theologie in Osnabrück langfristig finanziell absichern. In den kommenden vier Jahren erhalte das 2012 gegründete Institut insgesamt vier Millionen Euro, kündigte Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) bei einem Besuch in Osnabrück am Mittwoch an. Das sei der Einstieg in eine dauerhafte Landesförderung. Im Anschluss wolle das Land im Haushalt jährlich 1,4 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Die Einrichtung leiste einen hervorragenden Beitrag zur Integrationspolitik in Deutschland, betonte die Ministerin: "Islamische Religion als Lehrfach anzubieten, ist ein wegweisender Schritt in die richtige Richtung." Der stellvertretende Direktor des Instituts, Rauf Ceylan, zeigte sich erfreut, dass Niedersachsen die wissenschaftliche Rolle des Instituts anerkenne: "Für uns sind diese politische Entscheidung und der Besuch der Ministerin eine Honorierung unserer Aufbauleistung."

Die Universität Osnabrück und die Universität Münster gründeten 2012 das Zentrum für Islamische Theologie. Unter diesem Dach wurde das Institut für Islamische Theologie mit sieben Professuren errichtet. Für die norddeutschen Bundesländer ist Osnabrück der zentrale Standort für die Ausbildung von islamischen Religionslehrkräften. Zudem können dort Islamische Theologie und Islamische Religionspädagogik studiert werden. Dem konfessorischen Beirat in Osnabrück gehören auch die beiden größten muslimischen Verbände DiTiB und Schura Niedersachsen an. Der Beirat gibt analog zu den christlichen Kirchen in theologischen Instituten seine Zustimmung zu den Studieninhalten

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