Tausende feiern Landesposaunenfest in Lüneburg

Nachricht 19. Juli 2014

Lüneburg (epd). Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag das Posaunenfest der hannoverschen Landeskirche in Lüneburg gefeiert. Im Auftaktgottesdienst auf dem Marktplatz der Hansestadt spielte ein Chor von rund 1.700 Bläserinnen und Bläsern. Die musikalischen Gäste aus allen Teilen der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland wurden mit Glockengeläut der Lüneburger Kirchen begrüßt. Die Innenstadtgemeinden hatten ihre Gottesdienste ebenfalls auf den Markt verlegt.

In einer gemeinsamen Predigt erinnerten die Landespastorin für Posaunenarbeit, Marianne Gorka, die Lüneburger Superintendentin Christine Schmid und Regionalbischof Dieter Rathing an die Hoffnung und Trost spendende Kraft der Musik und die Gemeinschaft in den Chören. Die Posaunenchöre spielten auch für Menschen am Rand der Gesellschaft, sagte Schmid: "Bläser, an vielen Stellen seid ihr da, wo der Himmel für Menschen tief hängt."

Den ganzen Tag über musizierten die Bläserinnen und Bläser in den Straßen, den Innenstadtkirchen sowie in Altenheimen, Krankenhäusern, einem Museum und einer Obdachlosenherberge. Dabei waren neben den klassischen Chorälen auch Stilrichtungen wie Jazz und populäre Musik sowie experimentelle Klänge zu hören. Für den Abend war ein Abschlusskonzert gemeinsam mit einem Percussions-Ensemble geplant.

In der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland gibt es den Angaben zufolge 630 Posaunenchöre mit rund 12.500 Musikern aus allen Generationen. Sie treffen sich alle vier Jahre in einer größeren Stadt zu einem Fest. Lüneburg war zuletzt 1956 Austragungsort. Im Gottesdienst wurde Andrea Mahlke aus Embsen bei Lüneburg als Vorsitzende des Landesposaunenrates und stellvertretende Landespastorin für die Posaunenarbeit eingeführt. Ihr Vorgänger wurde Pastor Hartmut Burbach verabschiedet.

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