„Aus Liebe zum Leben“

Nachricht 17. Juli 2014

Feierlicher Gottesdienst zur Einführung neuer Amtsträger der Johanniter in Amelungsborn

JohanniterGottesdienst in Amelungsborn
Johanniter und Familiaritas Amelungsborn. Vorne mit Urkunden von links: Torsten Renken, Dr. Christian Schröter und Pastor Michael Stanke. Dritter von links: Pastor i.R. Günter Grigoleit. Foto: Karl-Otto Scholz.

In einem Gottesdienst am 13. Juli in der St. Marien-Klosterkirche zu Amelungsborn wurden Torsten Renken, Dr. Christian Schröter und Michael Stanke in ihre besonderen Ämter bei den Johannitern eingeführt. Günter Grigoleit, Regionalverbandspfarrer der Johanniter in Südniedersachsen, leitete die Einsegnungshandlung und wies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung des caritativen Ordens in der Gesellschaft hin. Schon Meister Gerhard, einer der ersten Johanniter (1080 – 1120), habe darauf hingewiesen, diese Bruderschaft werde deshalb unvergänglich sein, weil der Boden, auf dem diese Pflanze wurzele, das Elend dieser Welt sei und weiles immer Menschen geben werde, die daran arbeiteten, dieses Leid geringer und erträglicher zu machen. Daran habe sich bis heute nichts geändert

Mit zahlreichen Vertretern des Johanniter-Ordens im schwarzen Mantel mit dem weißen achtspitzigen Kreuz und Mitgliedern der Amelungsborner Familiaritas zogen die Einzuführenden in die Amelungsborner Klosterkirche ein und wurden von der Gemeinde in ihrer Mitte begrüßt. Torsten Renken wurde nach Gebet und Segnung das Amt eines Dienststellenleiters für Holzminden, Hildesheim und Gronau anvertraut, Dr. Christian Schröter soll als Ortsverbandsarzt für Holzminden wirken und Michael Stankeals Ortsverbandspfarrer für die Seelsorge der Johanniter in Holzminden zuständig sein.
 
Die Johanniter sind ein evangelischer Laien-Orden, dem immer noch 3900 so genannte „Ordensritter“ angehören. 86 Altenpflegeeinrichtungen, 13 Krankenhäuser, viele Hausnotrufstationen und Unfallrettungsdienste gehören dem Orden an. Über eine Million Fördermitglieder unterstützen den caritativen Dienst, der in der Gesellschaft hohe Anerkennung genießt. Zusammen mit dem katholischen Malteser-Orden berufen sie sich auf eine 900 jährige reichhaltige Ordenstradition, die ausschließlich dem Dienst am hilfesuchenden Menschen gewidmet ist.
 
„Aus Liebe zum Leben“ so lautet kurz und treffend der Wahlspruch der Johanniter. Ihr bekanntes Signet, das achtspitzige Kreuz, symbolisiert die acht Seligpreisungen der Bergpredigt und erinnert an die Motivation des caritativen Dienstes. Alles geschieht „aus Liebe zu Jesus“ – so Pastor Günter Grigoleit in den Worten der Einführungshandlung.
 
Anschließend ging er in seiner Predigt auf die Hausnotruf-Hilfe der Johanniter ein. Eine vierstellige Notrufnummer gebe es auch in der Bibel – diese laute 5015. Unter dieser Nummer verberge sich der 15. Vers des 50. Psalms:“ Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du wirst mich preisen – spricht der HERR.“ Es gehe, so Grigoleit, um das rechte Danken, das Erfüllen der Gelübde und das Rufen zu Gott.
 
Gott zu opfern sei mehr als nur eine einmalige Kollekte. Grigoleit erinnerte daran, dass zu früheren Zeiten die Ordensritter der Johanniter all ihre Habe dem Orden überschrieben, womit sie das caritative Wirken erst ermöglichten. Trotzdem habe sich durch die Jahrhunderte immer das Wissen gehalten, dass letztlich Gott selbst der ideale Notfallretter sei. „Wenn sie retten, bergen und versorgen, werden Johanniter darin zu Gottes Helfern und Werkzeugen“, so der Holzmindener Regionalverbandspfarrer.
 
 
Text: Öffentlichkeitsarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen, Karl-Otto Scholz