Diakonie in Niedersachsen begrüßt Vorhaben der Landesregierung für eine dritte Krippenkraft

Nachricht 15. Juli 2014

Die Diakonie in Niedersachsen begrüßt das angekündigte Vorhaben der Landesregierung, die eingesparten Bafög-Mittel für die Finanzierung einer dritten Fachkraft in Kinderkrippen zu verwenden. „Dadurch verbessern wir die Betreuungsqualität in den Krippengruppen deutlich“, sagt Cornelius Hahn, Vorstandsmitglied der Diakonie in Niedersachsen. „Wir freuen uns darüber, dass nach den Förderungen der Ganztagsschulen und der finanziellen Planungssicherheit für die niedersächsischen Hochschulen nun auch verstärkt in die frühkindliche Bildung investiert wird“, so Hahn.

Die Diakonie in Niedersachsen fordert schon länger eine dritte Fachkraft in Kinderkrippen. Derzeit sind in einer Krippengruppe zwei Erzieherinnen für 15 Kinder zuständig. Die Bildungsforschung zeigt, dass für Kinder unter drei Jahren eine verlässliche Bezugsperson für eine gesunde Entwicklung wichtig ist. Häufig fehlt derzeit allerdings das Geld, um überhaupt Vertretungskräfte einzustellen. In vielen Einrichtungen herrscht zudem Fachkräftemangel.

Cornelius Hahn betont: „Gerade die Investition in frühkindliche Bildung ist eine Investition in die Zukunft. Jeder Cent in die frühkindliche Bildung ist ein Cent, der sich für später auszahlt. Damit kommen diese Investitionen dem gesamten Bildungssystem zugute.“

Die Diakonie in Niedersachsen ist mit etwa 800 Kindertageseinrichtungen mit über 55.000 Plätzen einer der größten Anbieter in Niedersachsen.

Zahl der betreuten unter Dreijährigen erneut deutlich gestiegen

Wiesbaden/Hannover (epd). In Niedersachsen und Bremen werden immer mehr Kinder unter drei Jahren von einer Tagesmutter oder in einer Kindertagesstätte betreut. In Niedersachsen waren es zum Stichtag am 1. März 2014 insgesamt 53.174 Kinder, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Das sind 13,8 Prozent mehr als im Vorjahr. In Bremen stieg die Zahl sogar um 17,5 Prozent auf 4.451 an. Die Steigerungen in beiden Ländern liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 10,6 Prozent.

Bundesweit wurden 661.965 unter Dreijährige betreut. Das sind 65.676 Kinder mehr als 2013. Insgesamt gibt es nach Angaben des Bundesfamilienministeriums immer noch zu wenig Plätze. Im Bundesschnitt wünschten sich 41,7 Prozent der Eltern eine Betreuung für ihr Kind unter drei Jahren. Die erreichte Quote liegt derzeit bei rund 32,5 Prozent.

Seit 1. August 2013 haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für ihr Kind, sobald es das erste Lebensjahr vollendet hat. Um diesem Rechtsanspruch, der zuvor nur für Kinder ab drei Jahren galt, gerecht zu werden, haben Länder und Kommunen in den vergangenen Jahren den Kita-Ausbau vorangetrieben. Die Bundesregierung will in dieser Legislaturperiode eine Milliarde Euro in den Kita-Ausbau stecken.

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