Kunst in Hannovers Marktkirche

Nachricht 10. Juli 2014

Kunstwerk "Abendsegler" von Klaus Stümpel

Hannover/Braunschweig (epd). Eine Skulptur des Braunschweiger Künstlers Klaus Stümpel, der "Abendsegler", ist seit Donnerstag bis zum 10. September in der Marktkirche in Hannover zu sehen. Das Werk zeigt eine menschliche Figur, die auf eine hohe "Jakobsleiter" gebunden ist. Es wird nach Angaben der evangelischen Marktkirche vor der nördlichen Taufkapelle präsentiert.
 
Stümpel, Jahrgang 1941, war Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen wie den Bernhard-Sprengel-Preis (1981) oder den Kunstpreis der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag (2010). Der Künstler lebt und arbeitet in Räbke bei Helmstedt und im italienischen Acquapendente nördlich von Rom.

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Kriesters Künstler-Köpfe in der Kirche

„Verletzungs.Motive“ ist der Titel einer neuen Ausstellung, mit der die hannoversche Marktkirche ab Mittwoch, 16. Juli, Skulpturen, Zeichnungen und ein Wandbild des Künstlers Rainer Kriester präsentiert. Schwerpunkt der Werkschau sind Arbeiten aus der afrikanisch geprägten Schaffensperiode.

Zur Vernissage am Mittwoch, 16. Juli, um 17 Uhr in der Marktkirche am Hanns-Lilje-Platz spricht der Kunsthistoriker Dr. Jürgen Fitschen, Geschäftsführer Das Kunstwerk, Stade. Die Ausstellung ist bis zum 3. September täglich von 10 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Rainer Kriester, 1935 in Plauen geboren, ist ein bekannter deutscher Maler und Bildhauer. Nach seinem Medizinstudium reiste Kriester 1958 aus der damaligen DDR aus und begann 1961 an der Berliner Kunsthochschule ein Studium in den Fächern Malerei und Bildhauerei. Seit 1970 arbeitete Kriester mit dem Hauptgewicht auf Bildhauerei, wobei die Gewalt gegen Menschen thematisch im Fokus liegt. Ein großer Teil seiner Arbeiten beschäftigt sich mit abstrahierten Köpfen, die vorwiegend durch Stachel und Nägel gestaltet sind. Er bezeichnet sie auch als Stelen oder Kopfzeichen.
 
Ab 1982 lebte und arbeitete Kriester im Wechsel mit Berlin in Albenga im italienischen Ligurien. Dort verwendete er den an Ort und Stelle gewachsenen, porösen, stumpfweiß bis leicht rosa gefärbten Kalkstein. Das aus diesem Material gefertigte „Große weiße Kopfzeichen“ (1984–87) steht im Kanzleramt in Berlin. Der Künstler hielt sich dabei an die vorgefundene Form des Steinblocks und bearbeitete nur dessen Oberfläche. Nach seinem Tod im Mai 2002 wurde Kriester im italienischen Vendone begraben, wo ein Skulpturenpark mit rund drei Dutzend seiner Arbeiten gestaltet wurde.
 
Zur Ausstellung in der Marktkirche wird Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann am Mittwoch, 13. August, um 17 Uhr zu einem Treffpunkt den hannoverschen Sculptor Hartmut Stielow begrüßen. Zur Finissage am Mittwoch, 3. September, 17 Uhr ist die Direktorin des Kunstvereins Hannover, Kathleen Rahn, eingeladen.