Wanderausstellung ReFORMation – Designobjekte zum Lutherdekadenjahr „Reformation und Bild“

Nachricht 28. Juni 2014
ReFORMation
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden Glocken als kriegswichtiges Material eingezogen und eingeschmolzen, um sie zu Munition zu verarbeiten. Sina Faikosch hat im Rahmen des Projektes ReFORMation mehr als 2 kg Munition reformiert und daraus wieder eine Glocke gegossen. Foto: Sina Faikosch.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers kooperiert im Vorfeld des EKD-weiten Themenjahres der Lutherdekade für 2015 „Reformation und Bild“ mit der Fakultät Gestaltung der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Gemeinsam wurde eine Wanderausstellung konzipiert.

Zwölf Masterstudierende der HAWK haben eigene Anknüpfungspunkte in Vergangenheit oder Gegenwart der Reformation gefunden und sie in eine neue Form gebracht.
 
Die Studierenden entwarfen im Rahmen eines Seminars Designobjekte zum Thema „ReFORMation“. Jedes der Exponate gibt einem Thema der Reformation eine neue Form und lenkt den Blick darauf, wie wir von Zeugnissen und Errungenschaften, Worten und Bildern der Vergangenheit für die Zukunft lernen können.
 
Erstmalig wird die Wanderausstellung ab dem 6. Juli in der St.-Andreas-Kirche in Hildesheim gezeigt. Weitere Ausstellungsorte sind die Kulturkirche Martin-Luther in Emden, der Stammelbachspeicher in Hildesheim und das Museum August Kestner in Hannover. Zu der Ausstellung ist ein Katalog erhältlich. 
 
Zu den Exponaten gehören z.B. die Arbeiten von Sina Faikosch, Carolin Weitkamp und Marcel Kreipe:
 
  • Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden Glocken als kriegswichtiges Material eingezogen und eingeschmolzen, um sie zu Munition zu verarbeiten. Sina Faikosch hat mehr als 2 kg Munition reformiert und daraus wieder eine Glocke gegossen.
  • Der Glauben braucht den Menschen. Ob der Mensch auch den Glauben braucht und was er mit dem Menschen macht, lassen Carolin Weitkamp und Norman Steiner mit ihrem Rallye 3000 GT vielleicht selbst erleben. Sie haben ein Trimmrad in ein Glaubensrad verwandelt. Erleuchtung, Verblendung? Die Reformation hat dem Menschen die Augen geöffnet.
  • Im Bildersturm der Reformationszeit wurden religiöse Bilder zerstört. Marcel Kreipe hat sich damit auseinandergesetzt, dass Bilder auch nach der Zerstörung ihre Kraft nur bedingt verlieren – oder sogar dazu gewinnen können.