50 Jahre FSJ: Diakonie dankt freiwillig engagierten Jugendlichen

Nachricht 27. Juni 2014

Hannover (epd). Der niedersächsische Diakoniedirektor Christoph Künkel hat den vielen jungen Leuten gedankt, die sich im Freiwilligen Sozialen Jahr engagieren. Sie stünden mit offenen Armen und helfenden Händen an der Seite von Menschen, die in Not seien oder am Rande der Gesellschaft stünden, sagte Künkel am Sonnabend in einem Festgottesdienst in der hannoverschen Marktkirche. Dort feierte die Diakonie das 50-jährige Bestehen des "Freiwilligen Sozialen Jahres" (FSJ) und 60 Jahre Freiwilligengesetz.

In den vergangenen 60 Jahren haben rund 10.000 junge Frauen und Männer in den mehr als 600 Einrichtungen der Diakonie in Niedersachsen ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Diakonisches Jahr absolviert. Auch der hannoversche Landesbischof Ralf Meister ist beeindruckt vom freiwilligen Engagement junger Menschen. "Sie sammeln dabei Erfahrungen, die persönlich prägen und für das Gemeinwohl sensibilisieren", sagte er im Vorfeld des Gottesdienstes.

Jedes Jahr vermittelt die Diakonie in Niedersachsen etwa 550 Freiwillige in ihre Einrichtungen. Das Freiwillige Soziale Jahr ist aus einer Initiative des Leiters der Diakonissenanstalt Neuendettelsau und späteren evangelischen Landesbischofs von Bayern, Hermann Dietzfelbinger, hervorgegangen. Er rief 1954 unter der Überschrift "Gib ein Jahr" junge Frauen zu einem befristeten freiwilligen Dienst an kranken und pflegebedürftigen Menschen auf. Später unterstützten die beiden großen Kirchen eine Gesetzesinitiative für das Freiwillige Soziale Jahr, die schließlich 1964 vom Bundestag verabschiedet wurde.

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