Landeskirche zeichnet kreative Ideen für den guten Zweck aus - Fünf Initiativen teilen sich 10.000 Euro

Nachricht 28. Juni 2014

Hannover (epd). Kreative Ideen für den guten Zweck: Die hannoversche Landeskirche hat am Samstagabend Kirchengemeinden und Einrichtungen für beispielhafte Spendenkampagnen ausgezeichnet, die Geld für soziale Projekte und den Gemeindeaufbau einbrachten. Der "Fundraising-Preis" war mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde bei einem Festival zum Thema im hannoverschen Stephansstift überreicht. Mit dabei war eine Initiative aus Lintorf am Wiehengebirge, die mit einer mobilen Presse Tausende Liter Apfelsaft gewonnen und zugunsten der Jugendarbeit in ihrer Kirchengemeinde verkauft hat.

Die Dreifaltigkeitsgemeinde in Bad Laer am Teutoburger Wald stellte in Zusammenarbeit mit vielen Ladenbesitzern Spendendosen in Kirchenform auf. So kamen in Verbindung mit weiteren Aktionen 50.000 Euro für die Renovierung der Kirche zusammen. Unter dem Titel "Mein Jahr" konnten sich Spender in Ramelsloh bei Hamburg mit ihrem Namen auf einer Skulptur verewigen lassen -  ergänzt mit einer Jahreszahl, die für die Stifter jeweils eine besondere Bedeutung hat. Motto: "Stiften und erinnern."

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die ostfriesische Christus-Kirchengemeinde Hollen für Ideen zum Gemeindeaufbau und das Diakonische Werk Hannover für eine Spendenkampagne gegen Kinderarmut. Die erfolgreichen Initiativen bekamen das Preisgeld zu gleichen Teilen.

In der Arbeit zur Gewinnung von Spenden und ehrenamtlicher Unterstützung liege "ein großes kreatives Potential", lobte der Geistliche Vizepräsident der Landeskirche, Arend de Vries. "Ein Anruf reicht heute nicht mehr für Spendensammler", betonte der Präsident des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 und Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind. Ihn und andere Unternehmer erreiche inzwischen eine große Zahl von finanziellen Anfragen. "Beim Spendensammeln müssen aber die Projekte überzeugen", sagte er vor rund 150 Gästen, die zum "Fundraising-Festival" nach Hannover gekommen waren.

"Fundraising ist viel mehr als nur Geld sammeln", sagte Anna Findert vom Evangelischen Medien-Service-Zentrum in Hannover. Es gehe darum, Menschen für eine Sache, eine Aufgabe oder ein Projekt zu begeistern. "Genauso wichtig wie Geldspenden sind Zeit- oder Wissensspenden von Ehrenamtlichen", betonte sie. Mit ihnen seien in der Kirche Dinge möglich, die nicht aus den Kirchensteuern finanziert werden könnten. Seit 2001 sind den Angaben zufolge rund 450 Männer und Frauen in der hannoverschen Landeskirche zu Fundraisern ausgebildet worden.

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