Museum für berühmten Kirchenmaler wird neu eröffnet

Nachricht 24. Juni 2014

Rotenburg/Wümme (epd). Nach einjähriger Restaurierungsphase wird in Rotenburg/Wümme an diesem Sonnabend das denkmalgeschützte Rudolf-Schäfer-Haus wieder eröffnet. Das älteste Haus der Stadt wurde 1675 erbaut und nun nach Angaben von Ernst-Ulrich Pfeifer vom örtlichen Rudolf-Schäfer-Verein mit öffentlichen Mitteln in Höhe von rund 360.000 Euro saniert. In Ausstellungen und mit Dokumenten widmet es sich dem lutherischen Kirchenmaler Rudolf Schäfer (1878-1961).

Seit Mitte der 1920er Jahre galt der Maler unter Theologen als Autorität für kirchliche Kunst. Er wurde in Altona geboren und zog 1911 in das Rotenburger Haus ein, wo er bis zu seinem Tod lebte. Schäfer hat in ganz Deutschland sakrale Räume ausgestaltet sowie Gesangbücher, Bibeln und Katechismen illustriert.

Im Haus ist nicht nur sein Atelier erhalten. In mehreren Räumen verweisen Ausstellungen und Schriften auf das Leben des Künstlers, der seinen ersten Großauftrag ganz in der Nähe ausführte: Im Auftrag der evangelisch-lutherischen Diakonissen in Rotenburg malte er die Anstaltskirche "Zum Guten Hirten" aus.

Erhalten blieben das Altarbild, das als Triptychon die Geburt Jesu, die fünf klugen Jungfrauen und die Emmaus-Jünger darstellt, ein Kreuz sowie ein Fenster an der Ostseite der Kirche. Die Grabstätte Rudolf Schäfers befindet sich auf dem benachbarten Friedhof an der Südseite des Altarraumes.

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