Lutherisches Verlagshaus schließt drei Geschäftsbereiche

Nachricht 21. Juni 2014

Das Lutherische Verlagshaus (LVH) in Hannover schließt zum Jahresende die Geschäftsbereiche Buchverlag, Marketing / Service und den Online-Buchhandel. Die Evangelische Zeitung und der Evangelische Pressedienst (epd) sind nicht betroffen. Zur Zeit führen die Geschäftsführung und das Landeskirchenamt mit dem Betriebsrat Gespräche über eventuelle Kündigungen. In den betroffenen Geschäftsbereichen sind etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt.

"Wir haben hohen Respekt vor den Mitarbeitenden des Verlags, die versucht haben, das Ruder herumzureißen und bedauern sehr die nun notwendigen Schritte", sagt der Vizepräsident des Landeskirchenamtes, Arend de Vries. "Aber leider ist es nicht gelungen, das Defizit von jährlich 300.000 bis 400.000 Euro zu verringern. Das LVH ist vom allgemeinen Niedergang des Verlagswesens betroffen und kann sich als kirchlicher Spartenverlag nur schwer am Markt behaupten. Wir versuchen, möglichst viele Mitarbeitende in anderen Einrichtungen der Landeskirche unterzubringen. Bis Ende Juni muss über mögliche Kündigungen entschieden werden."