Northeimer Superintendent fordert mehr Verständnis für Bauern

Nachricht 14. Juni 2014

Northeim/Hannover (epd). Anlässlich des "Tags des offenen Hofes" hat der evangelische Superintendent Heinz Behrends mehr Verständnis für Landwirte gefordert. "Die Bauern müssen sich manchen Vorwürfen stellen, dass sie die Landschaft zerstören und die Tiere in Massenhaltung missbrauchen", sagte der Theologe und Sohn eines Landwirts aus Northeim bei Göttingen im NDR-Sonntagsgespräch. Am Sonntag öffneten insgesamt 85 landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen Besuchern ihre Türen.

Ein offener Hof sei wichtig, beispielsweise um Schulkindern zu zeigen, wo die Milch herkomme, betonte Behrends. Die Landwirtschaft versorge die Menschen in der Region mit sehr guten Produkten, erzeuge saubere Energie und gestalte die Landschaft. "Ich wünsche den Betrieben, dass ihre Arbeit geachtet wird."

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte habe sich allerdings "unglaublich viel" in der Landwirtschaft verändert, erläuterte Behrends. Die Zahl der Vollerwerbs-Landwirte nehme in den Dörfern ab. "Viele Gebäude stehen leer, Flächen und große Maschinen sind gefragt." Die Bauern arbeiteten unter dem zunehmenden Druck hoher Pacht- und niedriger Lebensmittelpreise.

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