„Der Beginn der Friedensarbeit 1914“: Vortrag des Landesbischofs am 8. Juli

Nachricht 06. Juli 2014
Feldgottesdienst
Feldgottesdienst der deutschen Armee im 1.Weltkrieg an der Westfront (Fotopostkarte um 1915). Bild: akg-images, epd.

Im Rahmen seiner Vorträge zur Rolle der evangelischen Kirche im Ersten Weltkrieg thematisiert Landesbischof Ralf Meister am Dienstag, 8. Juli ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Kirchengeschichte: Wie wächst aus den Kriegserfahrungen 1914-18 eine Initiative zum Frieden unter den Völkern Europas? Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in Hannovers Kreuzkirche. Veranstalter ist die Evangelische Akademie Loccum.

In einem Aufruf deutscher Friedenstheologen von 1913 heißt es: „Als Christen, die wir sein wollen, fühlen wir uns vor Gott und unserem Gewissen verpflichtet, aus diesem Dilemma des Krieges ohne Ende den Ausweg zu suchen, der menschenmöglich und gottgewollt ist: Friede auf Erden! Verständigung der Völker durch eine Rechtsgemeinschaft, die das Unrecht des Krieges durch den Rechtsspruch ersetzt und den Völkern die Ethik zumutet, die zwischen den Einzelmenschen selbstverständlich ist.“

In der damaligen Kriegsbegeisterung stellt dieser Aufruf eine nahezu singuläre Position innerhalb der evangelischen Kirche dar. Der Vortrag stellt die Frage: Wie hat sich das Bewusstsein für den Friedensauftrag Jesu geschärft und die spätere Friedensarbeit der evangelischen Kirche begründet?