Hannoversche Landeskirche mit 34,9 Millionen im Plus

Nachricht 11. Juni 2014

Hannover (epd). Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers hat im vergangenen Jahr ein Plus von 34,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Hauptursache sind Zuwächse bei der Kirchensteuer, die aufgrund der guten Wirtschaftslage um 25,8 Millionen Euro höher ausfielen als 2012, berichtete der Vorsitzende des Landessynodalausschusses, Jörn Surborg, am Donnerstag zu Beginn der dreitägigen Landessynode in Hannover. Die Landeskirche ist mit rund 2,7 Millionen Mitgliedern zwischen Göttingen und der Nordsee die größte evangelische Landeskirche in Deutschland.

Der Jahresabschluss weist Erträge von insgesamt 556,7 Millionen Euro auf. Sie liegen um 24,7 Millionen Euro höher als 2012 und 45,5 Millionen über dem Haushaltsansatz. Darunter sind allein 508 Millionen aus Kirchensteuern. Die Ausgaben fielen mit 521,8 Millionen um 9,1 Millionen geringer aus als geplant, lagen aber immer noch um 22,6 Millionen über denen von 2012. Davon gab die Landeskirche allein rund 400 Millionen für Personal aus. Zusammen mit Drittmitteln, die hauptsächlich für Erzieherinnen in Kindertagesstätten gezahlt werden, lagen die Personalkosten laut Surborg bei insgesamt 610 Millionen Euro.

Der Überschuss von 34,9 Millionen Euro fließt komplett in einen Fonds zur Altersversorgung der Pastoren und Kirchenbeamten, wo die Landeskirche ein Defizit bewältigen muss. Bereits im vergangenen Jahr verzeichnete sie ein Haushaltsplus von 33,7 Millionen. Sie beschäftigt insgesamt rund 1.800 Pastorinnen und Pastoren und weitere 23.000 angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Trotz des guten Ergebnisses ergebe sich im Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre ein Realverlust von 30 Prozent, wenn die Inflationsrate eingerechnet werde, hieß es. Bis 2019 rechnet die Landeskirche mit schwarzen Zahlen. Für die Zeit ab 2020 plant sie mit leichten Defiziten.

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