Pfingstmontag zum Waldgottesdienst in den Klecker Wald

Nachricht 08. Juni 2014
Posaunenchor Waldgodi Hittfeld
Landesposaunenwart Ulf Pankoke leitet die Posaunenbläser. Foto: Carolin Wöhling.

Etwa 1000 Besucher werden Pfingstmontag, 9. Juni, wieder zum traditionellen Waldgottesdienst des Kirchenkreises Hittfeld im Klecker Wald erwartet. Beginn zehn Uhr. Superintendent Dirk Jäger, leitender Geistlicher des Kirchenkreises Hittfeld, hält die Predigt und wird beim Gottesdienst am Hünengrab vom Bendestorfer Pastor Dr. Jan Kreuch unterstützt. Posaunenbläser des Kirchenkreises sorgen für schöne Musik im Wald und Chöre laden zum Mitsingen ein. Anschließend sind alle Besucher zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Der Waldgottesdienst des Kirchenkreises Hittfeld am Pfingstmontag erfreut sich großer Beliebtheit: In jedem Jahr suchen sich die Besucher mit ihren mitgebrachten Stühlen und Decken einen Platz rund um das Hünengrab. Sie schätzen die besondere Atmosphäre unter den hohen Bäumen, freuen sich auf einen geistlichen Impuls des Superintendenten, auf die Musik der Posaunenchöre, das gemeinsame Singen (besonders beliebt: alle Strophen von „Geh aus mein Herz“) und das Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. In den 18 Kirchengemeinden des Kirchenkreises finden am Pfingstmontag keine Gottesdienste statt, alle Gemeinden treffen sich im Klecker Wald.
 
Für die jüngeren Besucher wird ein Kindergottesdienst vorbereitet. Die Leitung der Posaunenchöre haben Kreiskantorin Wiebke Corleis und Landesposaunenwart Ulf Pankoke. Nach dem Gottesdienst sind alle Besucher zu Kaffee, Tee und Kuchen der Kleckener Bäckerei Danker eingeladen. Alle Besucher werden gebeten, sich Becher für Kaffee und Tee sowie eine Sitzgelegenheit mitzubringen.
 
Der Waldgottesdienst am Hünengrab im Klecker Wald am Pfingstmontag hat eine lange Tradition im Kirchenkreis Hittfeld. Zum ersten Mal wurde er 1929 dort gehalten. Der damalige Superintendent Albert Lührs wollte den vielen Ausflüglern die Möglichkeit geben, am Gottesdienst teilzunehmen und doch am frühen Morgen schon in der Natur zu sein. (Am Hünengrab soll es vorchristliche Kultfeiern gegeben haben, und vermutlich wurden hier auch die ersten christlichen Gottesdienste gefeiert.)
Die Besucherzahl stieg stetig an, so dass dieser ungewöhnliche Zuspruch den Argwohn der Nationalsozialisten erweckte. Die Geheime Staatspolizei verbot die Abhaltung des Gottesdienstes am Hünengrab im Frühjahr 1935. Erst 1945 konnte die Tradition wieder aufgenommen werden.