Internationale Auszeichnung für Arbeit der Deutschen Seemannsmission

Nachricht 07. April 2014

Bremerhaven/Genf (epd). Die Internationale Transportarbeiter-Gewerkschaft ITF hat erneut die Arbeit der Deutschen Seemannsmission gewürdigt. Einrichtungen in Bremerhaven und Hamburg wurden am Montagabend bei einem Festakt in Genf als zwei der sechs besten Zentren für Seeleute auf der Welt ausgezeichnet. "Die Freude über die Wertschätzung der Arbeit in den Clubs ist groß", sagte am Dienstag nach dem Festakt der Bremerhavener Seemannsdiakon Dirk Obermann dem epd.

In Bremerhaven wurden das Seemannsheim, der Seemannsclub "Welcome" im Hafen und der örtliche Bordbesuchsdienst der Seemannsmission ausgezeichnet, in Hamburg der Seemannsclub "Duckdalben". Bester Club der Welt für den Titel "Seafarer Centre of the Year" ist nach Auffassung der ITF-Jury eine Einrichtung im australischen Fremantle. Weitere Mitbewerber waren Clubs im südafrikanischen Durban, im ukrainischen Odessa und im thailändischen Sriracha.

Bremerhaven verzeichnete Obermann zufolge im vergangenen Jahr etwa 7.400 Übernachtungen im Seemannsheim sowie 10.000 Gäste im Club des Heims. Im "Welcome" zählte das Team der Seemannsmission rund 30.000 Besucher. Mit einem Shuttle-Bus werden die Gäste kostenlos direkt am Schiff abgeholt und in den Club gebracht. "Bei uns können sie mit Billard, Tischtennis, Spielen, Büchern oder Sport mal eine zeitlang den Alltag auf dem Schiff vergessen und ihre Freizeit genießen", erläuterte Seemannspastor Werner Gerke.

Die Auszeichnung "Seafarer Centre of the Year" sei Ansporn für die weitere Arbeit im Dienste der Seeleute, ergänzte der Cuxhavener Seemannsdiakon Martin Struwe, der Obermann in Genf begleitete. Der Titel wird auf Initiative der ITF seit 2010 vergeben. 2012/2013 entschied das US-amerikanische "Seafarers House Port Everglades" in Florida den Wettbewerb für sich. Im Jahr zuvor ging der Titel an den "Duckdalben" in Hamburg.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen