Bremerhaven künftig zentraler kirchlicher Verwaltungssitz

Nachricht 15. März 2013

Bremerhaven (epd). Nach jahrelangem Streit um den Sitz eines zentralen Verwaltungssitzes wird Bremerhaven künftig Standort eines gemeinsamen Kirchenkreisamtes für drei Regionen der hannoverschen Landeskirche. Entsprechend habe der Rechtshof der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen in nichtöffentlicher Sitzung entschieden, sagte der Sprecher der hannoverschen Landeskirche, Johannes Neukirch, am Donnerstag dem epd. Das Amt betreut künftig Gemeinden mit insgesamt 160.000 Mitgliedern.

Während sich etliche Kirchenvertreter in den Regionen lange für einen Sitz in Bad Bederkesa stark gemacht hatten, plädierte das Landeskirchenamt in Hannover für Bremerhaven. An beiden Orten gibt es bereits Ämter. Der Komplex in Bremerhaven muss mit der Fusion beider Einrichtungen umgebaut und modernisiert werden. Bremerhavens Superintendentin Susanne Wendorf-von Blumröder schätzt, dass der nun beschlossene Zusammenschluss in etwa zwei Jahren praktisch umgesetzt werden kann: "Jetzt können wir zügig zusammen planen."

Das fusionierte Kirchenkreisamt ist künftig für die hannoverschen Kirchenkreise Bremerhaven, Wesermünde sowie Cuxhaven-Land Hadeln zuständig. Zu diesem nördlichsten Bereich des Sprengels Stade gehören 78 Gemeinden. Damit ist Bremerhaven künftig Zentrale für den zweitgrößten kirchlichen Verwaltungsbezirk im Elbe-Weser-Raum - nach dem Amt in Verden, das für knapp 60 Gemeinden und rund 190.000 Mitglieder arbeitet.

Die Fusionen gehen auf einen Beschluss der landeskirchlichen Synode zurück. Aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen hatte das Parlament ein umfassendes Sparpaket beschlossen, um den Haushalt zu sanieren. Dazu gehört auch das Ziel, die Zahl der Kirchenkreisämter in der größten Landeskirche Deutschlands auf etwa 20 zu halbieren.

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