Afrikanische Messe erinnert an ertrunkene Bootsflüchtlinge

Nachricht 15. März 2013

Hannover (epd). Mit einer "Afrikanischen Messe" erinnert das "Haus der Religionen" in Hannover an diesem Sonnabend an verunglückte Bootsflüchtlinge im Mittelmeer. In den vergangenen 15 Jahren seien mehr als 12.000 überwiegend afrikanische Flüchtlinge auf ihrem Weg über das Mittelmeer ums Leben gekommen, teilte die Einrichtung mit. Auf kleinen überfüllten Booten versuchten sie, von Nordafrika aus die Inseln Lampedusa und Malta oder das italienische und spanische Festland zu erreichen. Nach Schätzungen komme jeder zweite nicht lebend an.

Die afrikanische Messe, ein Trauer-Requiem, mische afrikanische und europäische Musikstile, hieß es. Sie wird von einem Chor mit Instrumentalbegleitung aufgeführt. "Die Messe soll Nord und Süd zusammenbringen, Grenzen überwinden und das Verbindende zwischen den Welten offenlegen", erläuterten die Initiatoren. Im bundesweit einzigartigen "Haus der Religionen" begegnen sich seit 2005 Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Angehörige der Baha'i-Religion.

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