Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen tagt in Fulda

Nachricht 12. März 2013

Braunschweig/Fulda (epd). Der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber hat die christlichen Kirchen aufgerufen, die ökumenische Zusammenarbeit fortzusetzen. Keine Kirche könne nur für sich allein entscheiden, sagte Weber bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen am Mittwoch in Fulda. "Denn keine Kirche kann ohne die anderen im vollen Sinn Kirche sein", ergänzte der scheidende Vorsitzende des Dachverbandes von 17 christlichen Kirchen und Gemeinschaften in Deutschland. Für Weber, der sechs Jahre an der Spitze des ökumenischen Zusammenschlusses stand, wird am Donnerstag turnusgemäß ein Nachfolger bestimmt.

Die wechselseitige Taufanerkennung, die elf Kirchen 2007 im Magdeburger Dom feierlich bekräftigt hatten, müsse Konsequenzen haben, sagte der evangelische Theologe. In seinem Rechenschaftsbericht nannte er als praktische Möglichkeiten Taufgedächtnisgottesdienste, ökumenische Taufgottesdienste und die gegenseitige Zulassung von Taufpaten. Weber regte an, über die Entwicklung eines Taufverständnisses die bestehenden ökumenischen Blockierungen in der Ämterfrage zu überwinden.

Zur Förderung des ökumenischen Miteinanders empfahl der Landesbischof eine Beteiligung der kirchlichen Dachverbände an der evangelisch-katholischen Woche für das Leben, an der eventuellen Überarbeitung des Sozialwortes der Kirchen und an Initiativen zum Sonntagsschutz.

Zur Arbeitsgemeinschaft gehören 17 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften sowie vier Kirchen als Gastmitglieder. Der Ökumene-Dachverband repräsentiert nach eigenen Angaben die große Mehrheit der rund 57 Millionen Christen in Deutschland.

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