Bischof Meister warnt vor "Verkauf von olympischer Idee"

Nachricht 22. Februar 2014

Bischof Meister warnt vor "Verkauf von olympischer Idee" Hannover (epd). Zum Abschluss der olympischen Winterspiele im russischen Sotschi (7.-23. Februar) hat der hannoversche Landesbischof davor gewarnt, die olympische Idee zu verkaufen. Allein die Auswahl der olympischen Orte sei "wie eine Verhandlung auf einem arabischen Basar", sagte der evangelische Theologe in einem am Sonntag veröffentlichten Videobeitrag auf der Internetseite der Landeskirche. "Das kann nicht sein."

Immer mehr Länder würden sich aufgrund dieser Vorraussetzungen erst gar nicht für die Austragung des Sportereignisses bewerben, sagte Meister. "Es ist eine große Herausforderung, dass man die olympische Idee aus dem Sog herausnimmt, immer größer, immer weiter, immer besser und immer teurer zu sein." Für die Auswahl Russlands wurde das Internationale Olympische Komitee (IOC) besonders von Menschenrechts- und Umweltorganisationen kritisiert. Sie bemängelten Menschenrechtsverstöße und überdimensionierte Bauprojekte in Sotschi, die der Umwelt schadeten.