Sternstunden im Gottesdienst

Nachricht 16. Februar 2014

Landesbischof Ralf Meister predigte im festlichen Gottesdienst über das „Glück des Momentes“

Landesbischof Harpstedt
Landesbischof Ralf Meister sprach in der Christuskirche Harpstedt über Glücksmomente und traf noch Gemeindeglieder beim Kirchenkaffee im Anschluss. Foto: Gunnar Schulz-Achelis.

Über „Sternstunden“ sprach Landesbischof Ralf Meister am Sonntag auf der Harpstedter Kanzel und bescherte seinen 220 Zuhörern zugleich eine: Zum Abschluss der Reihe „Glück“ predigte 52-jährige Theologe über das „Glück des Momentes“ und bilanzierte damit das Thema der 6-teiligen Gottesdienstreihe. Vier Aspekte von Glücksmomenten und „Nebenwirkungen des Glücks“ beschrieb der Landesbischof anhand von vier bekannten biblischen Geschichten, nachdem er zu Beginn das in seiner Familie geflügelte Wort von den „Sternstunden des Lebens“ als vergängliche Momente voller Dankbarkeit und intensiven Miteinanders erläutert hatte.

Glück will weitererzählt werden, besonders von Frauen, so Meister, der damit die Gemeinde zum Schmunzeln brachte. Die Hirten von Bethlehem waren allerdings Männer, deren Leben durch die Weihnachtsbotschaft verwandelt wurde. „In den Glücksmomenten sind wir furchtlos, weil wir wissen, alles was sein wird, bleibt geborgen in Gott.“.

„Es gibt kein Festhalten der Momente des Glücks“ so Meister weiter, auch wenn man sich eine Woche Urlaub „hintendran“ noch wünscht. Petrus und die anderen Jünger versuchten bei Jesu Verklärung auch vergeblich ihr Glück festzuhalten und wollten Hütten auf dem Berg Tabor bauen. „Glück lässt sich nicht wiederholen. Es geschieht, weil Gott uns entgegenkommt, jeden Tag.“

„Die Pfingstgemeinde feiert eine Party im Heiligen Geist“. Mit der Geschichte von der zu Pfingsten beseelten Gemeinde zeigte Meister, dass Glück Menschen verrückt erscheinen lässt: „In Momenten des Glücks scheint alles irre zu sein“.

„Glücklich sind die Leidtragenden, den sie sollen getröstet werden“ zitierte schließlich Meister die Bergpredigt. Hier sprach der Bischof die Angehörigen von drei Trauerfamilien im Gottesdienst besonders an. „Geliebte Menschen sind einen Schritt weitergegangen“. „Momente des Glücks. Manche davon erleben wir in diesem Leben. Manche erst im Tod. Immer sind es Augenblicke in der Nähe Gottes, der uns entgegenkommt.“ Auch dies könne zu einer Sternstunde des Lebens werden.

Für die Musik im festlichen Gottesdienst, zu dem auch viele Gäste aus dem ganzen Kirchenkreis gekommen waren, sorgte der Kirchenchor, sowie Hedwig Stahl an der Orgel mit Sebastian Voß an der Posaune. Zum Auftakt hatte Ortspastor Gunnar Schulz-Achelis noch Stimmen aus der Gemeinde zu Glücksmomenten eingeholt: Gemeindeglieder beschrieben Begegnungen mit Kindern und Enkeln als Glücksmomente, als Feuerwehrmann eine Lebensrettung oder als Musiker eine gelungene musikalische Aufführung. Nach dem Gottesdienst nutzten viele Gemeindeglieder noch die Gelegenheit, den Landesbischof beim Kirchenkaffee zu treffen. Seine Worte sind unter www.landesbischof.de unter „Predigten“ nachzulesen