Diakonie: Deutschland profitiert von Zuwanderung und Freizügigkeit in Europa

Nachricht 11. Februar 2014

Berlin, 11. Februar 2014 "Die europäische Freizügigkeit ist eine
Erfolgsgeschichte. Sie stärkt sowohl Deutschland als auch Europa: Einwanderung trägt zu Vielfalt und Wohlstand bei", kommentierte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland heute die erneute Diskussion um Zuwanderung nach dem ablehnenden Votum in der Schweiz. "Drei Monate vor der Europawahl wird ein irritierendes antieuropäisches Signal gesendet. Wir brauchen ein klares Ja zu einem sozialen Europa und keinen zuwanderungsfeindlichen Wahlkampf", so Loheide.

Der größte Teil der Zuwandernden aus der EU lebt in Deutschland nicht in prekären Verhältnissen, sondern zahlt Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.
Nicht die Migration sei das Problem in Europa, sondern die Armut, die bekämpft werden müsse, so Loheide. In der vergangenen Woche hatte auch EU-Sozialkommissar Laszlo Andor in Duisburg auf die positive Bedeutung der Freizügigkeit in der Union hingewiesen. Er hatte zudem auf die Möglichkeit der Unterstützung von Städten mit besonders hoher Zuwanderung hingewiesen, unter anderem aus einem EU- Hilfsfonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro.

Loheide: "Einem negativen Bild von Freizügigkeit im laufenden Europawahlkampf muss entschieden widersprochen werden. Jetzt ist die Zivilgesellschaft aufgerufen, Integrationsgegnern nicht das Feld zu überlassen. Die Diakonie wirbt dafür, dass die künftigen Abgeordneten im Europäischen Parlament deutliche Impulse für die Integration aussenden."

(Pressestelle, Zentrum Kommunikation der Diakonie Deutschland)