Aufruf zur Fastenzeit: „Sieben Wochen ohne Große Worte“

Nachricht 10. Februar 2014

Verständlichkeit statt leerer Floskeln: Das steht im Zentrum eines Aufrufs, mit dem das Wittenberger Zentrum für evangelische Predigtkultur während der Fastenzeit Pfarrerinnen und Pfarrer anregen will, neu über die Inhalte ihrer Predigten nachzudenken.

„Das Zentrum für evangelische Predigtkultur fordert Predigerinnen und Prediger auf, während der Fastenzeit 2014 vom 5. März bis 20. April in ihren Predigten auf Worte wie ‚Barmherzigkeit‘, ‚Erlösung‘ oder ‚Rechtfertigung‘ zu verzichten“, sagt dessen Leiterin Kathrin Oxen. Anknüpfend an das Motto der EKD-Fastenaktion „Selber denken – sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten“ sollen außerhalb von biblischen Lesungen und liturgischen Texten in den Predigten der Fastenzeit keine „Großen Worte“ mehr vorkommen. Denn allzu oft seien diese nur „Platzhalter, aus denen die Inhalte längst ausgewandert sind“, sagt Oxen. „Stattdessen sollen alle Predigerinnen und Prediger versuchen, diese Begriffe in ihren Predigten zu umschreiben, um die Inhalte wieder verständlich zu machen.“
 
Um die Aktion auch selbst in der Praxis zu erproben, veranstalten das Zentrum für evangelische Predigtkultur und die Französische Kirche zu Berlin zudem vom 9. März an eine Predigtreihe im Französischen Dom, an der sich u.a. die Berliner Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein sowie der Leiter des Pastoralkollegs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Peter Martins, beteiligen werden.
 
Weitere Informationen und Materialien stellt das Zentrum für evangelische Predigtkultur auf www.ohne-grosse-worte.de zur Verfügung. Bei Interesse schickt das Zentrum für evangelische Predigtkultur allen, die möchten und im Sekretariat des Zentrums ihre Postanschrift mitteilen, eine Postkarte mit 49 Beispielen Großer Worte, als Inspirationsquell, für die Pinnwand oder den Schreibtisch.