Geringverdiener in Hannover erhalten Freikarten für Kulturangebote

Nachricht 24. Januar 2014

 

Hannover (epd). Mit Freikarten will eine soziale Initiative aus Hannover Menschen mit wenig Geld die Teilnahme am Kulturleben ermöglichen. Insgesamt 13 Theater und Veranstaltungsagenturen spendeten dafür ihre nicht verkauften Restkarten, sagte Projektleiterin Ute Kampmann am Freitag in Hannover. Auch der Fußball-Bundesligist Hannover 96 und die Staatsoper unterstützen die Aktion "KulturLeben Hannover".

Die Idee stoße inzwischen auf große Resonanz, hieß es: Bereits jetzt verfüge die Initiative über mehr als 180 Eintrittskarten für Veranstaltungen im Januar und Februar. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es nur 30. Die Datenbank mit potenziellen Kartenabnehmern sei innerhalb eines Jahres von 140 auf über 400 Einträge gewachsen. Täglich kämen neue Interessenten dazu.

Sowohl Privatpersonen als auch Projektpartner aus Diakonie, Caritas und Arbeiterwohlfahrt oder kleineren sozialen Einrichtungen könnten Karten kostenlos bekommen. Jeder Interessierte mit einem monatlichen Nettoeinkommen bis 1.000 Euro sowie Paare mit einem Einkommen bis 1.300 Euro könnten an der Aktion teilnehmen. Für jedes Kind erhöhe sich die Grenze um jeweils 300 Euro.

Projektmitarbeiter reservieren die Karten bei den Veranstaltern für die Teilnehmer. Die finanzielle Situation werde im Vorfeld geprüft, so dass der Gast abends an der Kasse nur noch seine Karte abzuholen brauche, erläuterte Kampmann. Die Kartenabnehmer könnten zwischen verschiedenen Interessensgebieten wie Theater, Musik, Sport oder einem Kinderprogramm wählen.

Das Projekt "KulturLeben Hannover" kostet jährlich etwa 30.000 Euro. Zu den Förderern gehören die Stadt Hannover, der evangelische Stadtkirchenband, die Sparda-Bank Hannover-Stiftung und die Klosterkammer.

Copyright: epd Landesdienst Niedersachsen-Bremen