100.000 Briefe für Niedersachsens Weihnachtspostämter

Nachricht 22. Dezember 2013

Die Weihnachtspostämter in Niedersachsen wurden in den Adventswochen mit Post überhäuft. Trotzdem wird jeder Brief beantwortet. Manchmal stimmen die Sendungen auch nachdenklich, etwa, wenn sich Kinder wünschen, dass Papa weniger trinkt.

Himmelpforten/Himmelsthür/Nikolausdorf (epd). Niedersachsens "himmlische Postämter" in Nikolausdorf, Himmelpforten und Himmelsthür haben bis kurz vor Heiligabend knapp 100.000 Briefe aus aller Welt für den Weihnachtsmann, das Christkind und den Nikolaus bekommen. Wie in den Jahren zuvor standen bei den Kindern vor allem Spielkonsolen, MP3-Player und sogar Smartphones ganz oben auf der Wunschliste, bilanzierte am Montag Wolfgang Dipper, Leiter des Christkindpostamtes in Himmelpforten. In dem kleinen Ort bei Hamburg kamen allein 42.000 Briefe an, "300 davon aus Hongkong und China", sagte Dipper.

Noch mehr, nämlich rund 50.000 Briefe, zählte Karlheinz Dünker im Weihnachtspostamt Himmelsthür bei Hildesheim. Weniger als sonst waren es dagegen in Nikolausdorf im Landkreis Cloppenburg. "Wir hatten 6.500 Briefe", berichtete der dortige Leiter Hubert Weddehage. In allen drei Orten waren insgesamt 55 Helferinnen und Helfer damit beschäftigt, alle ankommenden Sendungen zu öffnen und zu beantworten, meist mit vorgedruckten Briefen.

Unter den Wünschen, die nicht für Geld zu haben sind, stand überall Gesundheit an erster Stelle. "Gesundheit für sich selbst, für die Eltern, die Angehörigen und den Weihnachtsmann", erläuterte Dünker. Zahlenmäßig mit großem Abstand wünschten sich dann auch viele Kinder, dass sich ihre Eltern wieder vertragen oder das der Vater eine Arbeitsstelle findet. "Etliche wünschten sich auch, dass Mama und Papa mit dem Rauchen aufhören oder dass Papa nicht mehr trinkt", sagte Wolfgang Dipper, der in Himmelpforten das älteste Weihnachtspostamt Deutschlands leitet.

In Himmelsthür kamen viele Briefe an, in denen sich Kinder zu Weihnachten ganz klassisch Frieden auf Erden wünschten. "Und auch, dass die Kinder in armen Ländern genug zu essen haben", betonte Dünker. Gar nicht selten lagen den Sendungen selbst gebackene Kekse, Gummibärchen oder Glitzer bei, um dem himmlischen Personal eine Freude zu machen. Dünker fügte hinzu, immer wieder hätten Kinder ihre Post auch genutzt, um den Weihnachtsmann an Heiligabend zum Essen einzuladen.

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