Bischof Meister wirbt für Änderungen in der Asylgesetzgebung

Nachricht 19. November 2013

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat sich für Änderungen in der Asylgesetzgebung in Deutschland und Europa ausgesprochen. Mit Blick auf die Flüchtlingsströme aus Afrika auf die Mittelmeerinsel Lampedusa stelle sich die Frage, ob die Gesetze in der bestehenden Form noch zukunftsfähig seien, sagte der evangelische Bischof in einem Videobeitrag zum Buß- und Bettag an diesem Mittwoch auf seiner Internetseite: "Ich glaube nicht."

Es gebe genug Themen, um grundsätzlich nachzudenken, "ob die Art und Weise, wie wir in dieser Welt agieren, eigentlich zukunftsfähig ist", sagte Meister. Der Buß- und Bettag mahnt deshalb nach Ansicht des Bischofs gesellschaftliche Veränderungen an. "Das sind Herausforderungen, die provozieren auch Buße und die provozieren dann aus dieser Buße auch ganz konkret die Überlegungen, wie wollen wir in Zukunft an dieser Stelle was verändern."

Der Buß- und Bettag sei zunächst kein kirchlicher Feiertag gewesen, sagte der Bischof. "Es wurde von den Landesherren verordnet, dass das Volk Buße tun muss." Darüber, dass ein Landesherr oder die Bundeskanzlerin vorschreibe "nun lauft alle in die Kirche, ihr müsst gedenken", sei man Gott sei Dank lange hinweg. Es bleibe aber wichtig, mit wachem Gewissen darüber nachzudenken, ob die praktizierte Form des Lebens geändert werden müsse.

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