Themen der EKD-Synode

Nachricht 29. Oktober 2013

Evangelische Kirche debattiert über Familienpapier und Welternährung - Bischof Weber berichtet letztmals über Ökumene

Braunschweig/Frankfurt a.M. (epd). Nachwahlen zum Rat, die Wahl eines neuen Synodenpräses und die Diskussion über das umstrittene Familienpapier beschäftigen in diesem Jahr das Kirchenparlament der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Während der Synodentagung vom 10. bis 13. November in Düsseldorf steht unter dem Motto "Es ist genug für alle da" zudem das Thema Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft auf der Tagesordnung.

Kandidaten für das EKD-Leitungsgremium sind der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (53) und die Theologieprofessorin Christine Gräb-Schmidt (57). Die Nachwahl in den 15 Mitglieder umfassenden Rat der EKD ist notwendig, da der ehemalige Landesbischof Johannes Friedrich und die Theologieprofessorin Christiane Tietz ihr Mandat im November niederlegen.

Das Kirchenparlament muss zudem einen neuen Präses bestimmen. Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt hatte im September angekündigt, dass sie auf das Präsesamt verzichtet. Als Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl hatte Göring-Eckardt seit November 2012 das Präsesamt ruhen lassen.

Die EKD-Synode wird am 10. November in der Düsseldorfer Johanneskirche mit einem Gottesdienst eröffnet, der vom ZDF live übertragen wird. Auf der Tagesordnung stehen traditionell der Bericht des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider sowie der Bericht des Synodenpräsidiums, den die Vizepräsides Günther Beckstein (CSU) und Oberkirchenrat Klaus Eberl erstatten. Beraten werden zudem der Haushaltsplan für 2014 sowie mehrere Kirchengesetze.

Auf der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), die bereits am 7. November in Düsseldorf zusammenkommt, wird der Braunschweiger Landesbischof Friedrich Weber als lutherischer Catholica-Beauftragter letztmals über die Entwicklungen in der Ökumene berichten.

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Schwerpunktthema „Es ist genug für alle da – Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft“ / Wortlaut EKD-Pressemitteilung

Die 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) kommt vom 10. bis 13. November 2013 in Düsseldorf zu ihrer 6. Tagung zusammen. Das Schwerpunktthema der diesjährigen Tagung lautet „Es ist genug für alle da“ – Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft“‘.

Der Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 10. November, findet in der Johanneskirche statt und wird ab 9.30 Uhr live im ZDF übertragen. Die Predigt hält der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. Im weiteren Verlauf des Vormittags wird der Vorsitzende des Rates der EKD, Nikolaus Schneider, den Bericht des Rates vortragen. Am Sonntagnachmittag folgt die Aussprache zum Ratsbericht sowie die Wahl eines oder einer neuen Präses der Synode der EKD. Diese Position muss neu besetzt werden, nachdem die bisherige Präses, Katrin Göring-Eckardt, am 26. September 2013 das Leitungsamt der Synode niedergelegt hatte.

Außerdem stehen auch Nachwahlen in den Rat der EKD auf dem Programm der Synode. Am Sonntagabend stellen sich dafür eine Kandidatin und ein Kandidat vor, die vom Ratswahlausschuss vorgeschlagen wurden. Es handelt sich um die Theologieprofessorin Elisabeth Gräb-Schmidt (Tübingen) und den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm (München).

Die Nachwahl ist erforderlich, da die bisherigen Ratsmitglieder Christiane Tietz und Johannes Friedrich auf dieser Synodaltagung aus dem Rat ausscheiden werden. Der Wahlvorgang ist für Dienstag, 12. November, vormittags angesetzt.

Am Montag, 11. November diskutieren die Synodalen das Schwerpunktthema „Es ist genug für alle da – Welternährung und nachhaltige Landwirtschaft“. Die Beratungen beginnen mit einer Bibelarbeit, die die Generalsekretärin der Evangelischen Kirche am La Plata, Pastorin Sonja Skupch (Buenos Aires) gemeinsam mit dem Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge (Berlin), hält. Anschließend folgen Grundsatzreferate des Soziologen Alexander Müller (Potsdam), Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung, und des Bonner Agrarökonomen Professor Joachim von Braun. Sodann wird die Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses der Synode, Superintendentin Viola Kennert (Berlin), „Bausteine“ für eine Kundgebung der Synode einbringen, die dann zur Aussprache stehen.

Der Haushalt der EKD steht am Montagnachmittag im Mittelpunkt der Beratungen, außerdem wird der Bericht des Gemeinschaftswerkes der Evangelischen Publizistik eingebracht und zur Debatte gestellt. Die abschließenden Beratungen verschiedener Kirchengesetze, die Verabschiedung des Haushaltsplanes für 2014 und der Kundgebung zum Schwerpunktthema sowie die Beratung von Beschlussanträgen aus den Ständigen Ausschüssen der Synode sind für Dienstag, 12. November, nachmittags und am Mittwoch, 13. November, vorgesehen. Die Beratungen der Synode enden am Mittwochmittag, der Abschlussgottesdienst, in dem die neuen Mitglieder des Rates eingeführt werden, findet bereits am Dienstagabend in der Stadtkirche Kaiserswerth statt. Dort predigt der ehemalige bayerische Landesbischof Johannes Friedrich (München).

Die Synode der EKD besteht aus 126 Mitgliedern. 106 Synodale wurden durch die Synoden der Gliedkirchen gewählt, 20 Synodale beruft der Rat unter besonderer Berücksichtigung von Persönlichkeiten, die für das Leben der Gesamtkirche und die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben.

Hannover, den 24. Oktober 2013

Pressestelle der EKD

Reinhard Mawick