Niedersachsens Kirchen zeichnen Einrichtungen für "fairen Einkauf" aus

Nachricht 17. Oktober 2013

Hannover (epd). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen haben zum zweiten Mal einen Preis für "fairen Einkauf" ausgeschrieben. Mehr als 2.000 Kirchengemeinden und über 1.000 Einrichtungen in Kirche und Diakonie können sich um den "Fairen Einkaufswagen" bewerben, teilten die Initiatoren des bundesweit einzigartigen Wettbewerbs in Hannover mit. Voraussetzung ist, dass sie ökologisch hergestellte Produkte und "fair" gehandelte Waren aus Entwicklungsländern einsetzen. Im vergangenen Jahr gewann das Evangelische Bildungszentrum Bad Bederkesa.

Schirmherr des Wettbewerbs ist der hannoversche Landesbischof und Ratsvorsitzende der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, Ralf Meister. Die Verbundenheit mit den Partnerkirchen in Asien, Afrika und Lateinamerika verpflichte die Christen in Deutschland zu einem Umdenken, sagte er: "Unser Konsum von Produkten aus diesen Ländern wirkt sich auf die Lebensbedingungen der Menschen dort aus." Fairer Handel, Klimaschutz, ein nachhaltiger Lebensstil und ökologisches Wirtschaften seien deshalb der erklärte Wille der Kirchen.

Der "Fairtrade Award" wurde erstmalig 2012 vergeben. Dabei gehe es nicht nur um Lebensmittel, sondern auch um Reinigungsmittel, Blumen oder das Papier im Büro, erläuterten die Initiatoren vom Kirchlichen Entwicklungsdienst. Für Kirchengemeinden winken drei Preise von 3.000, 2.000 und 1.000 Euro. Zudem wird ein Sonderpreis von 1.000 Euro an eine kirchliche oder diakonische Einrichtung vergeben.

Die Ausschreibung richtet sich unter anderem an evangelische Tagungshäuser, Kindergärten und Verwaltungen sowie diakonische Krankenhäuser, Altenheime oder Sozialstationen. Initiativen können sich bis zum 31. Mai 2014 bewerben.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen