Literaturkirche Schnedinghausen startet mit Landesbischof in zweite Saison

Nachricht 28. August 2013

„Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden, unseren vertrauten Lebensgefährten.” Das schrieb der deutsche Philosoph Ludwig Feuerbach. Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, stellt zu Beginn der zweiten Saison der Literaturkirche in Schnedinghausen am Donnerstag, 5. September um 19.30 Uhr seine „Freunde“ vor, seine Lieblingsschriftsteller: Theodor Fontane, Adalbert Stifter, Friedrich Hölderlin, mit Texten, die ihn ein Leben lang begleiten. Selbst literaturbegeistert, war er sofort bereit, dieses Projekt der Kirchengemeinde Leine-Weper zu unterstützten, nachdem er davon gehört hatte.

„Im Anfang war das Wort“, lautet das Motto der Literaturkirche in der Marienkapelle Schnedinghausen. Dieser Satz aus dem Johannes-Evangelium drückt das Verbindende zwischen Kirche und Literatur aus: Beide leben von der Kraft des lebendigen Wortes.

Die Literaturkirche widmet sich Literaturschöpfungen aller Art, in denen der Mensch mit seinen Empfin-dungen glaubhaft erscheint. „Es geht um unser Leben, was wir erleben, worüber wir uns freuen, wie wir Tod und Leid begegnen.“ Mit Programmen für Erwachsene und Kinder. Ob ernst oder heiter, modern oder klassisch: Literatur wird für alle erlebbar.

Zu Beginn der Saison 2013/14 stehen die Klassiker im Vordergrund: mit Erzählungen, Gedichten und Balladen. Nach dem Landesbischof ist die Literaturkirche wieder zur gewohnten Zeit am Sonntag um 16 Uhr für die Gäste geöffnet. Am 29. September folgt ein Tag zu Gedichten, am 27. Oktober sind Balladen zu hören.