Bischofskandidaten in Braunschweig stehen fest

Nachricht 25. August 2013

Dr. Ralph Charbonnier, Andreas Lange und Dr. Christoph Meyns sind nominiert

Braunschweig/Wolfenbüttel. Superintendent Dr. Ralph Charbonnier (51), Burgdorf, Superintendent Andreas Lange (48), Lemgo, und Pastor Dr. Christoph Meyns (51), Husum, kandidieren für das Bischofsamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig.

Das hat der Präsident der Landessynode, Gerhard Eckels (Braunschweig), den Mitgliedern der Landessynode bekannt gegeben. Die Wahl findet im Rahmen der 16. Tagung der Landessynode am Samstag, 23. November, im Theologischen Zentrum Braunschweig statt. Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber geht am 31. Mai 2014 mit 65 Jahren offiziell in den Ruhestand. Die kirchengesetzlichen Regelungen sehen vor, dass die Wahl eines Nachfolgers sechs Monate vor Ablauf der Wahlperiode stattfinden soll.

Die Kandidaten werden sich in öffentlichen Gottesdiensten im Braunschweiger Dom vorstellen: Dr. Ralph Charbonnier am Sonntag, 20. Oktober, Andreas Lange am Sonntag, 27. Oktober, und Dr. Christoph Meyns am Sonntag, 3.
November, jeweils um 17 Uhr. Die Mitglieder der Landessynode haben in einem anschließenden – nicht-öffentlichen – Gespräch die Möglichkeit, die Kandidaten näher kennen zu lernen. Gewählt wird am 23. November ohne Aussprache und in geheimer Abstimmung. Das Amt ist in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig nicht befristet; der Landesbischof wird auf Lebenszeit gewählt.

Die Auswahl der Kandidaten geht auf vertrauliche Beratungen eines besonderen Wahlausschusses zurück. Ihm gehören die Mitglieder des Ältesten- und Nominierungsausschusses der Landessynode sowie die synodalen Mitglieder der Kirchenregierung an. Vorsitzender des Bischofswahlausschusses war Dr. Peter Albrecht (Braunschweig). Wie Synodenpräsident Eckels den Mitgliedern der Landessynode schreibt, habe der Bischofswahlausschuss sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass es ihm „trotz intensiver Bemühungen“ nicht möglich war, eine Frau als Kandidatin für die Bischofswahl zu gewinnen.

Dr. Ralph Charbonnier ist seit 2008 Superintendent im Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Burgdorf bei Hannover. Bevor er an der Philipps-Universität in Marburg Theologie und Philosophie studierte, schloss er an der Technischen Universität Braunschweig ein Maschinenbaustudium als Diplom-Ingenieur ab. In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit dem interdisziplinären Diskurs von Technik und Theologie. Seit 2010 nimmt er einen Lehrauftrag an der Humboldt-Universität Berlin wahr. Vor seiner Aufgabe als Superintendent war er Studienleiter an der Evangelischen Akademie Loccum und Pastor der Kirchengemeinde Wilkenburg-Harkenbleck. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter (10 und 8 Jahre).

Andreas Lange ist seit 2005 Superintendent des lutherischen Kirchenkreises innerhalb der überwiegend reformierten Lippischen Landeskirche mit Sitz in Lemgo. Er vertritt die lutherischen Christen der Landeskirche im Lutherischen Weltbund (LWB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Außerdem ist er seit 2009 Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und deren Präsidiumsmitglied.

Zusätzlich zu seinem Theologiestudium in Bielefeld-Bethel und Münster hat er berufsbegleitend Journalismus in Frankfurt und Hannover sowie Diakoniewissenschaften in Bielefeld studiert. Er ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Dr. Christoph Meyns ist seit 2012 Mitarbeiter im Dezernat für Theologie und Publizistik im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und dort zuständig für die Einführung zielorientierter Planungsmethoden in den Hauptbereichen kirchlicher Arbeit.
Zuvor war er Beauftragter der Kirchenleitung für die Evaluation des nordelbischen Reformprozesses und Mitglied der Arbeitsstelle für Reformumsetzung und Organisationsentwicklung. Seine Doktorarbeit befasst sich mit „Management als Mittel der Kirchenreform“. Das Theologiestudium absolvierte er in Kiel und Tübingen, bevor er in Nordfriesland Gemeindepastor wurde. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Gewählt ist, wer im ersten oder zweiten Wahlgang mindestens zwei Drittel der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Mitglieder der Landessynode erhält. Die Synode hat 53 Mitglieder; die Zweidrittelmehrheit umfasst demnach
36 Stimmen. Wird diese Mehrheit auch im zweiten Wahlgang nicht erreicht, findet unter den beiden Vorgeschlagenen, die die höchste Stimmenzahl erhalten haben, ein dritter und vierter Wahlgang statt. Im dritten und vierten Wahlgang ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Mitglieder der Landessynode erhält, also 28.

Die Landessynode hat das Recht, selber bis zwei Monate vor dem Wahltermin Vorschläge für Kandidaten einzureichen, wenn diese von mindestens 18 Synodalen unterstützt werden. Diese Frist läuft ab am 22. September, 24 Uhr.

Kontakt:

Michael Strauß
Leiter der Pressestelle
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