11. Forum zur Begegnung von Christen und Muslimen in Niedersachsen

Nachricht 18. Oktober 2013

Freitag, den 25. Oktober 2013, 18.00-21.30 Uhr, Haus kirchlicher Dienste, Archivstr. 3, 30169 Hannover

Je multireligiöser und multikultureller Deutschland wird, desto nötiger wird die Bürger- und Menschen-Tugend der Toleranz. Wir akzeptieren, dass unsere Nachbarn nicht so sind wie wir. Wir finden nichts dabei, dass sie anders aussehen, anders essen, anders leben.

Die Voraussetzungen dafür sind vom Grundgesetz festgeschrieben worden. "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden", heißt es in Artikel 3.

Was in der Verfassung steht, ist eine Sache, eine andere, ob es auch gelebt wird. Wie gut funktioniert die vom Grundgesetz geforderte Toleranz im Alltag? Sind wir, ist unsere Politik, unsere Rechtsprechung so tolerant, wie es heute nötig ist? Und wie steht es bei genauerem Hinsehen eigentlich um die Verfassung? Ist sie auch heute noch eine gute Grundlage? Oder bevorzugt sie womöglich Christen und benachteiligt andere Religionsgemeinschaften, etwa Muslime?

Das Themenjahr "Toleranz" der Evangelischen Kirche in Deutschland nehmen wir zum Anlass, die rechtlichen Grundlagen des multireligiösen Miteinanders in den Blick zu nehmen. Als Referenten haben wir Gerhard Robbers und Ibrahim Salama gewonnen. Dr. Gerhard Robbers ist Professor für Öffentliches Recht, Kirchenrecht, Staatsphilosophie und Verfassungsgeschichte an der Universität Trier. Dr. Ibrahim Salama ist Postdoktorand am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Das Forum zur Begegnung von Christen und Muslimen in Niedersachsen findet zum elften Mal statt. Es greift Themen auf, die für das gesellschaftliche Miteinander von Bedeutung sind. Das Forum wird gemeinsam von Christen und Muslimen vorbereitet.