Landesbischof sendet Grüße zum Ende des Ramadan

Nachricht 07. August 2013

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat den Muslimen zum Ende des Fastenmonats Ramadan eine Grußbotschaft gesendet. Als Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen wünsche er ihnen "ein gesegnetes Ramadanfest", schreibt Meister in einem Brief an Avni Altiner, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der Muslime in Niedersachsen und an Yilmaz Kilic, den Vorsitzenden des DITIB Landesverbandes Niedersachsen und Bremen e.V.. Der Fastenmonat, in dem gläubige Muslime tagsüber weder essen noch trinken oder Genussmittel konsumieren, endet an diesem Donnerstag.

Auch in diesem Jahr hätten viele Muslime ihre Nachbarn zum Fastenbrechen eingeladen, schreibt der Bischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland: "Das ist ein Zeichen der Verbundenheit und des Vertrauens, das wir als evangelische Christen sehr zu schätzen wissen.

Außerdem bekundete Meister die Solidarität der evangelischen Kirche mit den Muslimen im Kampf gegen den Rechtsextremismus. Zum NSU-Prozess schreibt der Theologe: "Mit Ihnen sind wir erschüttert über die teils unglaublichen Einzelheiten, die im Zuge des Verfahrens und des Untersuchungsausschusses ans Tageslicht gekommen sind und weiter kommen. Es ist unbegreiflich, wie so etwas mitten in unserem Land passieren konnte."

Die Protestanten teilten auch die Sorgen der Muslime über die politischen Entwicklungen im Nahen Osten, besonders in Syrien und Ägypten, betonte Meister. "Gebe Gott, dass das Blutvergießen bald ein Ende hat und dass Mäßigung und Vernunft die Oberhand gewinnen."

Positiv hob der Bischof hervor, dass die muslimischen Landesverbände mit dem Land Niedersachsen über einen Staatsvertrag verhandelten. Auch seien die ersten Lehrerlaubnisse für den islamischen Religionsunterricht erteilt worden.