Radiogottesdienst aus Fredelsloh

Nachricht 24. Juli 2013

"Ich will das Morgenrot wecken"

Um Psalmen geht es im Gottesdienst am 28. Juli aus der Klosterkirche Fredelsloh, den NDR Info und WDR 5 ab 10 Uhr übertragen. Neben alten biblischen Gebetsliedern werden auch "Psalmen" aus unserer Zeit gelesen. Der Gottesdienst führt außerdem in den Lesungen und Liedern durch Lob, Klage, Hoffnung und Segen.

Zwar seien die ursprünglichen Melodien der Psalmen verloren gegangen, so Pastor Peter Büttner. Thematisch würden sie uns auch heute noch berühren. In seiner Predigt bringt er es auf den Punkt: "Da wird gelobt und gehofft, geklagt und gesegnet." Dies sei das Besondere an den Psalmen: "Mit ihnen können wir unsere Gefühle ausdrücken.“ Die Lyrikerin Annemarie Schnitt aus Northeim ergänzt die biblischen Psalmen durch eigene moderne Psalmtexte.

Bettina Erragihi-Schmidt ist an der Konzertharfe zu hören. Begleitet wird sie von Anne Holler am Klavier. Musikalisch werden sie ergänzt vom Posaunenchor und dem White-Gospel-Chor unter der Leitung von Günter Stöfer, der auch die Orgel spielt.

Die fast 900 Jahre alte Klosterkirche in Fredelsloh, mit Namen St. Blasii und Marien, ist ein passender Ort für einen Psalmen-Gottesdienst. Denn die romanische Kirche war einst Zentrum einer großen Klosteranlage. Zum Chorgebet, das siebenmal am Tag stattfand und zu dem Psalmen gesungen wurden, kamen bis 150 Personen zusammen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg diente das Kloster als Steinbruch: Viele Gebäude wurden nach und nach abgetragen. Aber die Klosterkirche blieb. Mit ihren beiden wuchtigen Kirchtürmen, die zurzeit restauriert werden, steht sie inmitten des berühmten Töpferdorfs Fredelsloh.