ÖRK ermutigt zu friedlichem und integrativem Wandel in Ägypten

Nachricht 12. Juli 2013

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, ermutigt zu friedlichem und integrativem Wandel in den politischen Systemen Ägyptens und verleiht seiner „großen Sorge“ über die Eskalation der Gewalt in dem Land Ausdruck.

Seine Ermutigung und seine Sorge bekundete der Generalsekretär in einem Brief an die ÖRK-Mitgliedskirchen in Ägypten vom 9. Juli.

Nach Medienberichten sind im Rahmen der Protesten der vergangenen Wochen vor und nach der Amtsenthebung des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi mehrere Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden.

Gemeinsam mit den ÖRK-Mitgliedskirchen in Ägypten „beten wir für einen friedlichen und integrativen Übergangsprozess, bei dem alle Parteien zusammenarbeiten, um eine Regierung zu bilden, die das Land zu Stabilität, Gerechtigkeit und Frieden führen kann“, schrieb Tveit.

Der ÖRK unterstütze die Bemühungen der Kirchen in Ägypten, mit ihren muslimischen Partnern, anderen politischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammenzuarbeiten, um durch Prozesse der Versöhnung und Heilung auf nationaler Ebene Frieden zu schaffen.

„Wir sind ebenso zuversichtlich, dass sich die politischen und religiösen Führungspersonen in Ägypten bewusst sind, dass integrative Prozesse in historischen Momenten des Wandels und Umbruchs in politischen Systemen von entscheidender Bedeutung sind, um die Einheit einer Nation zu wahren“, betonte Tveit.

Des Weiteren brachte Tveit sein Vertrauen in das ägyptische Volk zum Ausdruck, das Würde, Freiheit und Gleichberechtigung fordert und nach friedlichen Wegen sucht, diese gemeinsamen Ziele zu erreichen und gleichzeitig eine Vielfalt der religiösen wie politischen Überzeugungen zu respektieren