Kloster Loccum erinnert an berühmten Nachbarn Wilhelm Busch

Nachricht 11. Juli 2013

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Das Kloster Loccum bei Nienburg erinnert am Sonnabend anlässlich seines 850-jährigen Bestehens an einen berühmten Künstler aus der Nachbarschaft: den Dichter und Zeichner Wilhelm Busch (1832-1908). Busch wurde im Nachbarort Wiedensahl geboren wurde und verbrachte dort mehrere Jahrzehnte seines Lebens. Ihm zu Ehren hat Jubiläumskurator Hanjo Kesting eine Textcollage aus Gedichten, Briefen und autobiografischen Prosastücken zusammengestellt, wie das Kloster mitteilte.

Der literarisch-musikalische Abend unter dem Busch-Motto "Wie schad, oh Mensch, daß dir das Gute im Grunde zuwider ist" beginnt um 19.30 Uhr in der Klosterkirche. Buschs Heimatort Wiedensahl gehörte in früherer Zeit gemeinsam mit den umliegenden Dörfern Loccum und Münchehagen zum Stiftsbezirk des Klosters. Busch lebte dort bis zu seinem neunten Lebensjahr. 1872 kehrte er zurück und lebte bei seiner Schwester, der Pfarrfrau Fanny Nöldecke, im Wiedensahler Pfarrhaus. 1879 zogen beide um ins Pfarrwitwenhaus, wo beide bis 1898 wohnten.

Das Kloster feiert das Jubiläumsjahr unter dem Motto "Wort halten" mit mehr als hundert Veranstaltungen. Es wurde 1163 von Zisterzienser-Mönchen aus Thüringen gegründet und gilt als herausragendes Baudenkmal. Um 1600 wechselte es zum evangelischen Glauben. Seit rund 300 Jahren werden hier angehende Pastorinnen und Pastoren ausgebildet.

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