Kirchengemeinden wollen flutgeschädigten Bauern Pacht erlassen

Nachricht 09. Juli 2013

Celle (epd). Die evangelischen Kirchengemeiden rund um Celle wollen flutgeschädigten Pächtern von Kirchenland für ein Jahr die Pacht erlassen. Der Kirchenkreis habe die Gemeinden gebeten zu prüfen, welchen Bauern Schaden entstanden sei, sagte Superintendent Hans-Georg Sundermann am Dienstag. "Die betroffenen Landwirte erhalten dann eine Rückzahlung der ersten halbjährlichen Pachtrate." Die zweite werde im Oktober erst gar nicht eingezogen.

Die Kirchengemeinden gehören laut Sundermann in der Region zu den größten Verpächtern landwirtschaftlicher Flächen. In der Region waren die Aller und die Fuhse über die Ufer getreten. Kartoffeln, Mais Zuckerrüben und Getreide seien dabei zum Teil so geschädigt worden, dass die Ernte ausfalle, hieß es. Die Verluste gingen in die Hunderttausende. Den Pachtverlust der Gemeinden will der Kirchenkreis ausgleichen.

Die Idee des Pachterlasses war zunächst vom Kirchenvorstand und dem Pastor in Altencelle gekommen. "Die Sorgen der Bauern, wie es hier vor Ort weitergehen kann, sind uns buchstäblich nahe gegangen", sagte Pastor Christoph Ricker: "Wir wollen ein Zeichen der Verbundenheit und der Ermutigung setzen."

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