Konferenz Europäischer Kirchen berät Verfassungsänderung

Nachricht 05. Juli 2013

„Die Konferenz Europäischer Kirchen hat auf ihrer Vollversammlung in Budapest ihre Arbeit aufgenommen. Als Delegierte der EKD arbeite ich nun also mit an der endgültigen Version der neuen Verfassung“, berichtet Dr. Wiebke Köhler, Pastorin in Bissendorf im Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, von der 14. Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Vom 3. bis 8. Juli tagt die Konferenz in Budapest.  „Wir arbeiten mit dem Entwurf einer Revisionsgruppe aus Kirchenjuristen. Im Vorfeld ist dieser Texte in einem Konsultationsprozess mit den Mitgliedskirchen abgestimmt worden. Jetzt wird in sechs großen Arbeitsgruppen und in den Plenumssitzungen der endgültige Text nach und nach in spannenden Debatten abgestimmt.

Es geht darum, als Konferenz Europäischer Kirchen in einer klareren Struktur im gesamteuropäischen Kontext eine Rolle als Sprachrohr und Plattform der Kirchen spielen zu können. Ökumene ist hier überall spürbar: In der Vielstimmigkeit der Konferenzsprachen Englisch, Deutsch und Französisch, in den vielen differenzierten Positionen von Kirchen, kirchlichen Organisationen und beteiligten Interessengruppen. Der Tag ist durch die Tagzeitengebete spirituell gegliedert. Es wird gesungen und gebetet, für mich besonders eindrucksvoll, wenn etwa dreihundert Anwesende in ihrer Muttersprache gleichzeitig das Vaterunser sprechen. Auch vielschichtige Interessenskonflikte müssen gelöst werden. Ich bin gespannt wie es weitergeht und ob wir die Arbeitsziele erreichen, die sich die Konferenz gesetzt hat.“

Die Konferenz Europäischer Kirchen beschließt am Samstag, 6. Juli, über die geplante Verfassungsänderung.