Direktor für neues Seelsorgezentrum wird eingeführt

Nachricht 02. Juni 2013

Am Montag, dem 3. Juni, wird Pastor Martin Bergau im Gottesdienst um 14 Uhr in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in sein Amt als Direktor des Zentrums für Seelsorge eingeführt. Bergau wurde am 11. Dezember 2012 durch das Kolleg des Landeskirchenamtes zum Direktor ernannt. Am 1. April hat er seine neue Aufgabe übernommen, bis dahin war er Superintendent im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen.

Neben seiner Leitungserfahrung im Superintendentenamt seit 2003 verfügt Bergau über eine Qualifikation in Gestaltseelsorge und war als Gemeindepastor in der Matthias-Gemeinde Hannover-Buchholz und als Krankenhausseelsorger an der Paracelsus-Klinik Langenhagen und am Oststadt-Krankenhaus Hannover-Buchholz tätig. Von 1996 bis 2003 war Bergau Stadtjugendpastor im Stadtkirchenverband Hannover.

„Die Seelsorge ist ein Kernauftrag unserer Kirche und ein hohes Gut“, sagt Martin Bergau. „Sie hat eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und ist oft auch ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen. Die Landeskirche verfügt über ein großes Angebot unterschiedlicher Seelsorgerichtungen und Kompetenzen. Diese Stärken noch weiter zu vernetzen und auf einander zu beziehen ist Aufgabe der Zukunft. Das gilt auch für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Seelsorge.“

Die Einführung im Gottesdienst nehmen Oberlandeskirchenrätin Dr. Nicola Wendebourg und Oberkirchenrätin Susanne Kruse-Joost vor. Kruse-Joost ist im Landeskirchenamt zuständig für den Arbeitsbereich Seelsorge und sagt über die Entwicklung des neuen Zentrums: „Das vielfältige Feld der Spezialseelsorge in der Landeskirche ist über Jahre gewachsen, immer orientiert am Dienst an den Menschen in einer sich stetig verändernden Gesellschaft. Nun ist eine gemeinsame Dachstruktur möglich und nötig. Das soll das Zentrum für Seelsorge als neue unselbständige Einrichtung der Landeskirche leisten.“

Martin Bergau wird als Projektleiter des neu zu gründenden Zentrums den Arbeitsbereich Spezialseelsorge für die Landeskirche in eine neue Struktur bringen. Zu der Einrichtung gehören rund 30 Pastorinnen und Pastoren, die landeskirchenweit einen speziellen Auftrag für Seelsorge übernehmen. Im Herbst werden viele von ihnen die neuen Räume des Zentrums für Seelsorge auf dem Gelände der Fachhochschule in Hannover-Kleefeld beziehen, die gegenwärtig dafür umgebaut werden.

Mit der ebenfalls für Herbst geplanten Einweihung durch Landesbischof Ralf Meister wird die Einrichtung dann mit ihrem Angebot an die Öffentlichkeit treten.

Die Entwicklung des Zentrums sei Pionierarbeit, so Kruse-Joost: „EKD-weit ist das landeskirchliche Zentrum für Seelsorge eines der ersten, das so gezielt diesen Arbeitsbereich zusammenfasst.“