Vahrenwalder Kirche wird abgerissen und neu gebaut

Nachricht 15. Mai 2013

Hannover (epd/red). Noch in diesem Jahr soll die älteste Nachkriegskirche Hannovers entwidmet und abgerissen werden. Den letzten Gottesdienst in der 1950 errichteten Vahrenwalder Kirche, in dem das Gebäude entwidmet wird, feiert die dortige Gemeinde am Pfingstsonntag. "Es ist ein Abschied schweren Herzens", sagte Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann am Mittwoch in Hannover. Im Gegensatz zu anderen aufgegebenen Gotteshäusern entsteht an derselben Stelle jedoch für rund 2,4 Millionen Euro bis 2014 ein Neubau.

Ein Grund für den Abriss und Neubau seien die hohen Energiekosten des Gebäudes. Diese seien "exorbitant" hoch, erläuterte Spieckermann. Zudem habe die Gemeinde in den vergangenen 13 Jahren rund ein Viertel ihrer Mitglieder verloren. "Die bisherige Fläche ist damit einfach zu groß, und die finanziellen Zuweisungen sind zu gering." Bereits seit 2007 habe sich die Gemeinde deshalb mit neuen Nutzungskonzepten beschäftigt. "Der Neubau hat sich dabei als kostengünstigste Variante herausgestellt." Den künftigen Gebäudekomplex aus Kirche und Gemeindehaus sollen die Vahrenwalder Gemeinde und die Landeskirchliche Gemeinschaft zusammen nutzen.

Bei der Entwidmung werden alle sakralen Gegenstände in einer Prozession aus der Kirche getragen. Der Sakralraum verliert dadurch seinen eigentlichen Zweck und wird zu einem normalen Gebäude. "Wir wollen aber vieles Altes in die neue Kirche mitnehmen", sagte Gemeindepastor Eckhard Gruber. In den Neubau sollen dann etwa Buntglasfenster der jetzigen Kirche eingebaut werden. "Außerdem soll die derzeitige Glocke auch in der neuen Kirchen läuten."

Ein Drittel der Kosten für das neue Kirchenzentrum übernehme die Gemeinde selbst, sagte Gruber. Dabei sollen auch Verkaufserlöse aus Grundstücken und Gebäuden einfließen. Ein weiteres Drittel werde aus landeskirchlichen Mitteln bereitgestellt. "Wir hoffen aber auch auf viele Spenden." Der Abriss soll im Herbst beginnen.

Die Vahrenwalder Kirche ist bereits die achte Kirche, die in den vergangenen Jahren in Hannover entwidmet wird. Das jetzige Gebäude wurde von den Gemeindemitgliedern aus den Trümmern der im Krieg zerbombten Vorgängerkirche errichtet.

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