Verlängerung der Ausstellung zur Garnisonkirche Hannover

Nachricht 09. März 2013

Noch bis zum 26. März werktags von 9 bis 16 Uhr im Landeskirchenamt Hannover, Rote Reihe 6, geöffnet

Unter dem Titel "Ungeliebt und gern zerstört?! Die Garnisonkirche Hannover" zeigt das Landeskirchliche Archiv Hannover im Landeskirchenamt Hannover (Rote Reihe 6, 30169 Hannover) eine Ausstellung zum Schicksal der 1896 eingeweihten Garnisonkirche Hannover. Die Ausstellung läuft seit dem 3. Dezember 2012 und kann nun wegen des großen Publikumsinteresses noch bis zum 26. März 2013 werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr besichtigt werden. Sie zeigt Fotos vom Bau der Kirche, Teile der erhaltenen Einrichtung und dokumentiert den Weg zur Zerstörung.

Für die evangelischen Soldaten und preußischen Beamten wurde von 1892 bis 1896 eine eigene Kirche am Goetheplatz gebaut. Vorbild für den Bau waren die großen Domkirchen des Mittelalters, und als repräsentatives Gebäude der preußischen Militärkirche wurde sie besonders prächtig ausgestattet. Sie überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend intakt, war aber dann funktionslos geworden, weil es in Hannover keine Garnison mehr gab. Die evangelische Militärseelsorge in der neuen Bundeswehr konzentrierte ihre Arbeit in den Kasernen am Stadtrand. Projekte zur weiteren Nutzung des Gebäudes scheiterten: Die Neustädter Kirchengemeinde wünschte sich lieber den Wiederaufbau ihrer zerstörten Kirche, für Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht war die Garnisonkirche Ausdruck eines wertlosen "Historismus". Die städtische Neubauplanung sah ihren Abriss vor. Trotz starker Proteste und Demonstrationen wurde sie 1959 tatsächlich abgerissen.
Die Ausstellung zeigt Fotos vom Bau der Kirche, Teile der erhaltenen Einrichtung und dokumentiert den Weg zur Zerstörung.