Kloster Loccum weiht neue Orgel ein

Nachricht 06. März 2013

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Anlässlich seines 850-jährigen Bestehens weiht das Kloster Loccum bei Nienburg am Sonntag seine neue Orgel ein. Das dreimanualige Instrument in der Klosterkirche, erbaut von der Firma Seifert aus Kevelaer am Niederrhein, verfügt über 37 Register und 2.414 Pfeifen, wie das heute evangelische Kloster mitteilte. Der Orgelspieler kann zudem ein "spanisches Werk" mit sieben Registern hinzuschalten. Das Festjahr zum Jubiläum beginnt im Kloster am 21. März.

Der Standort der Orgel wurde leicht verändert: Statt auf einer Empore sitzt der Organist künftig auf einer Höhe mit dem Pastor und der Gemeinde. Im Jubiläumsjahr sollen hier international bekannte Organisten über vorgegebene Texte improvisieren.

Die neue Orgel kostet 996.000 Euro. Den größten Anteil davon steuern Stiftungen und Sponsoren bei, sagte Abt Horst Hirschler: "Ich bin mit einem großen Klingelbeutel herumgegangen und habe viele Menschen gefragt, ob sie etwas dazu geben können." Die alte Ott-Orgel aus dem Jahr 1956 wurde verkauft. Sie erklingt jetzt in der Nähe von Nizza. Eine Restaurierung hätte bereits die Hälfte eines Neubaus gekostet, erläuterte Hirschler.

Die Loccumer Stiftskirche war in den vergangenen beiden Jahren für 3,3 Millionen Euro umfassend restauriert worden. Seit drei Monaten erstrahlt sie in neuem Glanz. Das Kloster am Steinhuder Meer wurde 1163 von Zisterzienser-Mönchen gegründet und wechselte um das Jahr 1600 zum evangelischen Glauben. Seit etwa 300 Jahren dient es als Predigerseminar für angehende Pastorinnen und Pastoren der hannoverschen Landeskirche.

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