"Bethel im Norden" gründet Ethikkomitee

Nachricht 29. Januar 2013

Hannover/Bremen (epd). Die diakonische Einrichtung "Bethel im Norden" hat am Mittwoch in Hannover ein Ethikkomitee gegründet. Ethische Fragen spielten bei der Versorgung pflegebedürftiger und alter Menschen eine immer größere Rolle, sagte Öffentlichkeitsreferent Ingolf Semper. Um dieser Vielfalt gerecht zu werden, sei das Ethikkomitee "Altenhilfe und Pflege" für Niedersachsen und Bremen ins Leben gerufen worden.

Medizin und Pflege böten inzwischen viele unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten, sagte Semper. Sie müssten sowohl mit den betroffenen Menschen und ihren Angehörigen als auch mit Pflegekräften, Ärzten und darüber hinaus mit rechtlichen Vorgaben abgestimmt werden. Außerdem könnten komplexe Krankheitsbilder wie Demenz oder erworbene Hirnschädigungen zu spezifischen ethischen Fragen führen. Häufig sei es schwierig, Einzelfallentscheidungen zu treffen. Die organisatorischen Abläufe in Seniorenheimen beeinflussten die Tagesabläufe und damit ein selbstbestimmtes Leben der Bewohner.

Dem neuen Ethikkomitee gehören den Angaben zufolge 14 Mitglieder an. Dazu zählten unter anderen ein Jurist, eine Palliativärztin, Theologen, Pflegerinnen und Pfleger sowie zwei Bewohner des Wohnstifts Kirchrode in Hannover, hieß es.

Bethel, die nach eigenen Angaben größte diakonische Einrichtung Europas, engagiert sich seit 2007 in Hannover. Im Zweig "Bethel im Norden" sind rund 1.550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die sich für etwa 3.400 Menschen einsetzen. Einrichtungen in der Altenhilfe gibt es in verschiedenen Stadtteilen Hannovers, in Langenhagen, in Bremen und im Landkreis Diepholz. Die Angebote reichen von ambulanter Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege über stationäre Pflege bis hin zu speziellen Angeboten im Bereich der Gerontopsychiatrie unter Anwendung spezialisierter Fachkonzepte.

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