Zehntausende zum Ökumenischen Jugendkreuzweg erwartet

Nachricht 27. Januar 2013

Hannover (epd). Zum traditionellen Ökumenischen Kreuzweg der Jugend werden am 22. März in ganz Deutschland wieder mehrere Zehntausend Teilnehmer erwartet. Der Kreuzweg steht in diesem Jahr unter dem Motto "ÜberWunden", kündigten die evangelischen und katholischen Jugendverbände am Montag in Hannover und Düsseldorf an. Die bundesweite Eröffnung des 55. Jugendkreuzweges wird an der Gedenkstätte "Point Alpha" im hessischen Rasdorf gefeiert.

Point Alpha war ein US-Beobachtungsstützpunkt an der innerdeutschen Grenze und einer der Brennpunkte des Kalten Krieges. Heute markieren bei der Gedenkstätte mehrere Skulpturen ein Stück des damaligen Todesstreifens. Fotos von sieben dieser Skulpturen geben Anregungen für den Jugendkreuzweg mit Veranstaltungen an zahlreichen Orten in Deutschland und in den Nachbarländern. Der Kreuzweg, der an den Leidensweg Christi erinnert, wolle junge Menschen zur Auseinandersetzung mit dem Glauben anregen und dabei Grenzen zwischen Konfessionen, Generationen und Ländern überwinden, hieß es.

1958 wurde der Ökumenische Jugendkreuzweg als "Gebetsbrücke" zwischen jungen katholischen Christen in der Bundesrepublik und der DDR gegründet. Seit 1972 wird er ökumenisch begangen. Mit jährlich knapp 60.000 Teilnehmenden gehört er zu den größten ökumenischen Jugendaktionen. Träger sind die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der katholischen Deutschen Bischofskonferenz (afj) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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