20 Jahre Studienbegleitung (STUBE) in Niedersachsen

Nachricht 23. Januar 2013
STUBE - Studienbegleitung in Niedersachsen
STUBE - Studienbegleitung in Niedersachsen

Mehrere tausend Studierende aus allen Kontinenten haben seit dem Start des Studienbegleitprogramm Niedersachsen Anfang 1993 an den zahlreichen Seminaren und Veranstaltungen teilgenommen. 168 Stipendien für "Berufsvorbereitende Praktika – und Studienaufenthalte im Heimatland“ in über 40 verschiedene Länder wurden vergeben.

Seit STUBE ins Leben gerufen wurde, damals noch mit Sitz in Hildesheim, haben sich sowohl die Studienbedingungen als auch die Wahrnehmung der Bedeutung des Studiums von „BildungsausländerInnen“ in Deutschland verändert. Heute werden qualifizierte junge Fachkräfte aus dem Ausland auch in Deutschland gesucht und umworben. Viele gelten als „Idealzuwanderer“. Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen gilt es zu nutzen, auszutauschen und weiter zu entwickeln im Sinne eines beruflichen, politischen und sozialen Engagements - im Heimatland oder auch anderswo. Als „Wegbereiter des Wandels“ können viele Ihre Kompetenzen gezielt einsetzen. Dies veranschaulicht unter anderem auch die in 2011 von KED/STUBE erstellte Wanderausstellung mit Portraits von sieben ausgewählten ehemaligen STUBE-Engagierten.

Seit 2011 bietet STUBE Niedersachsen zusätzlich zu den üblichen Angeboten auch ein MultiplikatorInnenprojekt an, welches interessierte ausländische Studierende als ReferentInnen an Schulen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen vermittelt.

Bundesweit gibt es zurzeit 11 regionale Studienbegleitprogramme.
STUBE ist ein außeruniversitäres bildungspolitisches Programm, das die fachliche Qualifizierung an den Hochschulen durch praxisorientierte und entwicklungsländerbezogene Inhalte ergänzt. Für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika (und zu kleinerem Anteil auch aus Europa) bietet STUBE einen Ort des Lernens und der Begegnung. STUBE ist interdisziplinär und international ausgerichtet. Es bietet den Studierenden konzeptionell ein Integrations- und Reintegrationsprogramm, welches sie entwicklungsbezogen informiert, motiviert und in die praktische Entwicklungsarbeit einführt.

Das Programm will mit seinen Angeboten eine wirtschaftliche und ökologisch nachhaltige Entwicklung, mehr soziale Gerechtigkeit sowie die Wahrung des Friedens und die interkulturelle und interreligiöse Verständigung fördern.
In Tagesveranstaltungen, Seminaren, Workshops, Ferienakademien und Exkursionen wird ein breites Spektrum entwicklungspolitischer Themen behandelt, das von Weltwirtschaftsfragen und Ökologie bis hin zu Themen der angepassten Technologie, Entwicklungszielen, Frauenförderung oder der Basisgesundheitsmedizin reicht. Die TeilnehmerInnen sind bunt gemischt was die Herkunft, die Studienfächer und -abschlüsse, die Religionszugehörigkeit und auch das Alter anbelangt. Diese Heterogenität macht die Veranstaltungen zu idealen Orten Globalen Lernens, ermöglicht viele Perspektivwechsel, kontroverse und konstruktive Debatten.