Erster Superintendent fährt Elektro-Dienstwagen

Nachricht 23. Januar 2013

Bramsche/Kr. Osnabrück (epd). Der evangelische Superintendent Hans Hentschel aus Bramsche bei Osnabrück fährt beim Klimaschutz vorneweg: "Mein neuer Dienstwagen rollt mit Null Emissionen", sagte Hentschel am Donnerstag. Er wird den geleasten zweisitzigen Elektro-Smart in den kommenden Tagen in Betrieb nehmen. "Damit gehört er zur Avantgarde des Klimaschutzkonzeptes der hannoverschen Landeskirche", lobte deren Umwelt-Experte Reinhard Benhöfer.

Die größte deutsche Landeskirche will bis 2017 insgesamt 25 Prozent ihrer CO2-Emissionen einsparen. Dazu sollen Benhöfer zufolge auch 1.000 CO2-arme Dienstfahrzeuge beitragen. Hentschel ist der erste von mehr als 50 Superintendenten, der die Pläne umsetzt: "Irgendwo müssen wir anfangen. Wir setzen ein kleines, aber bedeutsames Zeichen im Sinne der Bewahrung der Schöpfung", sagte er.

Sein ländlicher Kirchenkreis erstreckt sich von Achmer im Süden über gut 100 Kilometer bis nach Quakenbrück im Norden. Rund 15.000 Dienstkilometer ist er im vergangenen Jahr gefahren. Das neue, von den Bramscher Stadtwerken und einer Autofirma gesponserte Fahrzeug hat pro Batterie-Ladung eine Reichweite von 150 Kilometern: "Das reicht in der Regel für einen Tag aus", erläuterte Hentschel.

Beim Dienstwagen-Check der Deutschen Umwelthilfe kurz vor Weihnachten hätte der Superintendent den Spitzenplatz belegt. Von 47 evangelischen und katholischen Bischöfen erhielten nur fünf ein Lob für den geringen Schadstoff-Ausstoß ihrer Autos.

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