Niedersachsen verleiht Reformierter Weltgemeinschaft Körperschaftsrechte

Nachricht 15. Januar 2013

Hannover (epd). Das Land Niedersachsen hat am Mittwoch der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Im Januar 2014 verlegt die Weltgemeinschaft ihren Sitz von Genf nach Hannover. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts kann die Gemeinschaft künftig Kirchensteuern beziehen und Beamte beschäftigen. Die Reformierten, die sich vor allem auf den Genfer Reformator Johannes Calvin (1509-1564) berufen, gehören zu den großen konfessionellen Zweigen innerhalb des Protestantismus.

"Wir Niedersachsen freuen uns darüber, dass unsere Landeshauptstadt künftig das neue Zuhause der Weltgemeinschaft wird", sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU). Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) ergänzte, die Verleihung der Körperschaftsrechte unterstreiche die Bedeutung der reformierten Kirchen in Niedersachsen. Beide übergaben die entsprechenden Dokumente an den Generalsekretär der Weltgemeinschaft, Setri Nyomi, und den Generalschatzmeister Johann Weusmann.

Die Weltgemeinschaft vertritt mehr als 80 Millionen evangelisch-reformierte Christen, ihr Stab umfasst sieben Mitarbeiter. Ihr gehören nahezu 230 Kirchen in 108 Ländern an. Deutsche Mitglieder sind die Evangelisch-reformierte Kirche mit Sitz in Leer und die Lippische Landeskirche. In Hannover hat bereits der Reformierte Bund seinen Sitz. Er vereint etwa 430 reformierte Gemeinden, Synoden und Kirchen und versteht sich als Dachverband der reformierten Christen in Deutschland.

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