Silvester - Was ein Papst und ein Film-Star gemeinsam haben

Nachricht 30. Dezember 2012

Der letzte Tag des Jahres verdankt seinen Namen einem Papst. Das Ende eines Jahres, der Altjahrsabend, erhielt seinen Namen nämlich von dem Heiligen des 31.12.: Papst Silvester. Dieser Papst, dessen Pontifikat (Regierungszeit) in die Zeit von 314 - 335 fiel, soll der Legende nach den heidnischen Kaiser Konstantin, als dieser vom Aussatz befallen war, durch die Taufe geheilt haben. In Wahrheit starb Papst Silvester aber schon zwei Jahre vor der Taufe Kaiser Konstantins. Unter Konstantin vollzog sich übrigens auch das, was als „Konstantinische Wende“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist. Damit ist gemeint, dass der christliche Glaube aus einer zeitweise sogar vom Staat verfolgten Religion zur vom Staat erlaubten, zur „Staats-Religion“ wurde.

Was den Namen „Silvester“ oder auch „Sylvester“ angeht, so leitet sich dieser vom lateinischen „silva“ = Wald ab und heißt soviel wie „zum Wald gehörig“. Ursprünglich ist Silvester ein männlicher Vorname. Sein berühmtester Namensträger ist heute der amerikanische Film-Star Sylvester Stallone.

Mit dem letzten Tag des Jahres verbinden sich bis heute zahlreiche Volksbräuche, die zum großen Teil heidnischen Ursprungs sind. Dazu zählen das Vertreiben böser Geister durch Lärm und Vermummungen ebenso wie die Zukunftsdeutung für das neue Jahr mittels Bleigießen. In den christlichen Kirchen wird dieser Tag mit Gottesdiensten begangen, in denen vor allem auch die Erfahrung der Gegenwart Gottes im zu Ende gehenden Jahr und die Verheißung seines guten Geleites für das kommende Jahr zur Sprache gebracht werden.

(Entnommen aus „1x1 des Kirchenjahres“ von Jörg Buchna)