Weihnachtsstuben gegen die Einsamkeit an Heiligabend

Nachricht 22. Dezember 2012

Hannover/Bremen (epd). Der Heiligabend ist besonders für einsame, arme, wohnungslose und zuweilen auch für alte Menschen eine schwere Zeit. In Hannover und Bremen organisieren deshalb Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchen, Stiftungen und Sozialverbänden in diesem Jahr wieder Angebote gegen die Einsamkeit.

In der niedersächsischen Landeshauptstadt öffnen am Heiligabend 13 "Weihnachtsstuben" mit Liedern und Gedichten, Kaffee und Gebäck, einer Andacht und zum Teil kleinen Geschenken - insgesamt bereits zum 50. Mal. Dazu erwartet der evangelische Stadtkirchenverband nach eigenen Angaben rund 400 Gäste. Die Weihnachtsstuben seien für viele Menschen ein wichtiger Ersatz für die Feier in der Familie, hieß es. Sie wurden 1962 vom Diakonischen Werk ins Leben gerufen. Organisiert werden sie von evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, der Arbeiterwohlfahrt, dem Deutschen Roten Kreuz und den Johannitern.

In Bremen können einsame Menschen die offenen Weihnachtsfeiern der Anneliese-Loose-Hartke-Stiftung besuchen. Nach Angaben der Organisatoren sind in den meisten Stadtteilen der Hansestadt jeweils zwei- bis dreistündige Feiern geplant. Treffpunkte sind Bürgerhäuser, Begegnungsstätten und Kirchengemeinden. "Bei Kerzenschein und leckerem Essen kann man Leute aus der nahen und weiteren Nachbarschaft kennenlernen", sagte Stiftungsvorstand Hanni Steiner.

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